Highway in den USA

Neues Energiegesetz in den USA

— 14.12.2007

Amis müssen Sprit sparen

Die amerikanischen Automobilhersteller müssen den Durchschnittsverbrauch ihrer Flotten bis 2020 auf 6,7 Liter senken. Das hat der US-Senat mit großer Mehrheit beschlossen.

Bei der Klimakonferenz auf Bali wurden die USA als Bremsklotz bezeichnet, in Sachen Benzinsparen und CO2-Reduktion setzen sie sich immerhin langsam in Bewegung. Mit überwältigender Mehrheit von 86 zu acht Stimmen hat der von den Demokraten dominierte US-Senat ein neues Energiegesetz verabschiedet, das die Automobilhersteller erstmals seit 32 Jahren zur Senkung des Spritverbrauchs zwingt. Demnach sollen die Fahrzeugflotten spätestens 2020 durchschnittlich nur noch 6,7 Liter auf 100 Kilometer verbrauchen – das wäre eine Senkung von 40 Prozent gegenüber heute. Der demokratische Senator Daniel Inouye bezifferte die Ersparnis mit 1,1 Millionen Barrel Rohöl (knapp 175 Millionen Liter). Das entspreche etwa der Hälfte der Menge, die aus der Golfregion importiert werde. Mit der Richtlinie könnten jährlich rund 200 Millionen Tonnen Treibhausgase eingespart werden. Zugleich soll sich in den USA bis 2022 der Verbrauch von Ethanol auf jährlich 136 Milliarden Liter versechsfachen.

Unterschrift des Präsidenten angekündigt

Eine Mehrheit im Repräsentantenhaus für die neue Gesetzgebung gilt als wahrscheinlich. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Dana Perino, kündigte an: "Falls das Gesetz den Weg auf den Schreibtisch des Präsidenten findet, wird er es unteschreiben." Die Zustimmung von George W. Bush und der Republikaner war zuvor durch einen Kompromiss erreicht worden, nach dem auf eine höhere Besteuerung der großen Ölkonzerne im Land verzichtet wird.

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.