Ein Liter Benzin auf 100 Kilometer – diesen Verbrauch kündigt GM-Chef Henderson für den Chevrolet Volt an. Ganz so einfach ist die Rechnung aber nicht, denn ab dem 101. Kilometer wird's mehr.
Von Stephan Bähnisch General Motors-Chef Fritz Henderson hat neue Daten zum
Chevrolet Volt preisgegeben: 161 km/h Spitze soll er schaffen und in neun Sekunden auf Tempo 100 sprinten. Wer den
Volt überwiegend im reinen Elektromodus bewegt, soll mit einem Liter Treibstoff auf 100 Kilometer auskommen. Und das geht so: Der US-Bruder des
Opel Ampera fährt 64 Kilometer rein elektrisch – dann ist die Energie aus der Litium-Ionen-Batterie erschöpft. Die meisten US-Autofahrer kommen im Alltag mit 64 Kilometer Reichweite locker aus, was einem Spritverbrauch von null Litern entspricht (Stromverbrauch siehe unten). Muss der Volt weiter fahren, springt der 1,4-Liter-Benziner als sogenannter "Range-Extender" (Reichweiten-Verlängerer) ein, der etwa drei Liter Benzin auf 100 Kilometer verbrennt, um über einen Generator den Elektro-Motor anzutreiben.
Am Ende doch kein Einliter-Auto
Macht summa summarum auf 100 Kilometer, von denen 64 elektrisch zurückgelegt werden, etwa einen Liter Benzin. In den USA bewirbt GM das mit dem Slogan "230 Miles per Gallon". Das ist prinzipiell ja nicht falsch, bezieht sich allerdings nur auf die
erste Gallone. Auf Deutsch schluckt der Volt einen Liter Benzin auf den
ersten hundert Kilometern, die er mit vollem Akku zurücklegt. Fährt er gleich im Anschluss weitere 100 Kilometer, werden drei Liter Sprit vernichtet – das ist zwar immer noch wenig, allerdings weit entfernt von Einliter-Auto.
100 Kilometer für 2,25 Euro?
100 Kilometer im Elektro-Betrieb sollen im Elektro-Chevy gerade mal 2,25 Euro kosten – billiger geht es kaum.
Auch die Kosten im reinen Elektrobetrieb sollen konkurrenzlos günstig ausfallen: Henderson rechnet vor, dass der Volt auf 100 Meilen 25 kWh Strom konsumiert, umgerechnet also etwa 15,5 kWh pro 100 Kilometer. Bei einem durchschnittlichen Kilowattstunden-Preis von 15 Cent würde das hierzulande 2,25 Euro auf 100 Kilometer bedeuten – wenn der Volt denn mit einer Akkuladung 100 Kilometer weit käme. Zum Vergleich: Ein Auto mit fünf Litern Dieseldurst schlägt hier mit 5,65 Euro zu Buche, ein Benziner mit sieben Litern Verbrauch konsumiert auf 100 Kilometer Kraftstoff für 9,45 Euro (Stand 11. August 2009, Quelle: Aral). Ein Problem für GM könnte der mit 40.000 Dollar veranschlagte Grundpreis für den Volt sein, auch wenn Henderson damit rechnet, dass die US-Regierung das Sparmobil mit bis zu 7500 Dollar bezuschusst. Ein
Toyota Prius oder
Honda Insight kostet in den USA etwa die Hälfte.
14.08.2009 14:48Uhr
Sieht echt stark aus
14.08.2009 14:41Uhr
Wenn ich das Geld hätte, würde ich den Ampera sofort kaufen.
Allein die Front des ampera ist doch der Hammer.
Leider haben die hier keine Foto vom Ampera, dann würde man den unterschied sehen.
12.08.2009 20:20Uhr
Kann man nicht mit ner normalen Karrosseriefrom einen günstigen cw-Wert erreichen?