Erste Fotos Mercedes SLS AMG

Mercedes SLS AMG Mercedes SLS AMG

Neues vom Mercedes SLS AMG

— 08.04.2009

So sieht es im SLS aus

Der Mercedes-Flügeltürer kehrt zurück – und wie: Erstmals zeigt Mercedes ungetarnte Details des 571 PS starken SLS AMG. Ende 2010 wird der Enkel des SL 300 so zu haben sein.

Schon seit Jahren ist der Mercedes-Flügeltürer der Star in den Erlkönig-Bildergalerien von autobild.de. Erst als umgebaute Dodge Viper, später dann als kompromisslos verklebter Sportwagen-Knaller. Jetzt hat das Warten ein Ende. Dachten wir. Doch zu ersten technischen Daten liefert Stuttgart weiter nur Erlkönig-Bilder – und hält damit die Spannung hoch. Sei's drum, so bleibt mehr Zeit, sich auf die technischen Feinheiten zu konzentrieren. Dass Mercedes keine Kompromisse machen würde, war lange klar. Schließlich tritt der SLS das Erbe des Flügeltürers SL 300 an. Deshalb durfte erstmals Tuning-Tochter AMG die Entwicklung übernehmen. Das Ergebnis ist eine Kampfansage an die Sportwagen-Konkurrenz: 571 PS leistet der 6,2-Liter-V8 mit Trockensupfschmierung, den die AMG-Techniker dem SLS unter die Haube gepresst haben. Die gewaltigen 650 Newtonmeter Drehmoment werden von einem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe in Transaxle-Anordnung an die Hinterachse geleitet. Der Front-Mittelmotor garantiert eine optimale Gewichtsverteilung von 48 zu 52 Prozent zwischen Vorder- und Hinterachse.

Überblick: News und Tests zum Mercedes SLS AMG

Das finale Design bleibt noch unter Verschluss Der SLS Flügeltürer kommt im Frühjahr 2010.

Im Kampf gegen hinderlichen Hüftspeck durften die AMG-Ingenieure ganz tief ins Alu-Regal greifen. Erstmals sitzt bei Mercedes eine Alu-Karosserie auf einem Alu-Chassis. 1620 Kilo bringt der  Flügeltürer so auf die Waage. Kein Leichtgewicht, aber immerhin 250 Kilo weniger, als ein SL 63 AMG von A nach B bewegen muss. Der Aluminium-Spaceframe bietet laut Mercedes enorme Steifigkeit, was der Fahrdynamik und auch der Sicherheit in die Karten spielt. Doch zurück zum Kleinkraftwerk unter der Haube. Der 6,2-Liter-V8 ist bereits im Serien-Trimm eine Wucht, wurde für den SLS aber noch einmal komplett umgekrempelt. Die komplett neu entwickelte Sauganlage, die Überarbeitung des Ventiltriebs und der Nockenwellen sowie die Entdrosselung der Abgasanlage bringen den Leistungsprung auf 571 PS. Vorläufige Fahrleistungen: 3,8 Sekunden auf Tempo 100 und 315 km/h Spitze. Trotzdem erfüllt das Triebwerk die Euro-5-Norm und soll sich laut Mercedes mit rund 13 Liter Super Plus zufrieden geben. Um den Fahrzeugschwerpunkt abzusenken, ist der 206 Kilo schwere Motor extrem tief im Fahrzeug positioniert.

Mercedes SLS AMG: Rennstrecken-Fahrbericht

Derzeit laufen Tests auf Schnee und in der Wüste, um dem Supersportler auch für Extremsituationen zu rüsten.

Die Bärenkräfte reicht der V8 über eine besonders leichte Antriebswelle aus Carbon an die Hinterachse weiter. Ähnlich wie bei den C-Klasse Renntourenwagen in der DTM ist das Getriebe an der Hinterachse über eine "Torque Tube", eine "Drehmoment-Röhre", fest mit dem Motorgehäuse verbunden. Dabei rotiert die Carbonwelle mit der Motordrehzahl und soll die Kräfte so besonders effektiv bündeln. Das neue AMG-Doppelkupplungsgetriebe sortiert die sieben Gängelaut Mercedes extrem schnell und ohne Zugkraftunterbrechung. Vier unterschiedliche Fahrprogramme machen den SLS fit für jeden Einsatzort. Neben komfortablen und sportlichen Einstellungen steht zusätzlich eine Race-Start-Funktion zur Verfügung. Optimale Traktion garantiert eine mechanische Differenzialsperre. Das ESP kann je nach Können und Fahrbahnbeschaffenheit in den Modi "On", "Sport" und "Off" in seine Schranken gewiesen werden.

Radikale Felgen-Diät

Ab Werk kommt eine Hochleistungs-Bremsanlage aus Verbundmaterialien zum Einsatz. Wer noch radikaler stoppen will, muss zu optionalen Keramik-Verbundbremsanlage mit größer dimensionierten Bremsscheiben greifen, die zudem 40 Prozent Gewichtsersparnis bringt. Selbst die Felgen wurden auf Diät gesetzt: Gewichtsoptimierte Leichtmetallräder nach dem neuartigen "Flow Forming"-Prinzip in 9,5 x 19 Zoll vorn und 11,0 x 20 Zoll hinten reduzieren die ungefederten Massen. Durch einen speziellen Herstellungsprozess fallen sie schlanker und damit um 1,1 Kilo pro Felge leichter aus, als vergleichbare XXL-Räder. Für eine extra Portion Grip sorgen exklusiv für AMG entwickelte Reifen in 265/35 R 19 (vorn) und 295/30 R 20 (hinten). Viele Details – jetzt fehlen nur noch Bilder des Serienfahrzeugs. Im Frühjahr 2010 hat das Warten ein Ende, dann rollt der neue Flügeltürer an den Start. Viel früher werden die Schwaben auch nichts zu den Preisen sagen. Unter 165.000 Euro wird der SLS allerdings wohl kaum zu haben sein.
Die Leistungsdaten des Mercedes SLS AMG
Bauart V8
Zylinderwinkel 90°
Ventile pro Zylinder 4
Hubraum 6208 cm3
Bohrung x Hub 102,2 x 94,6 mm
Leistung 420 kW/571 PS bei 6800/min
Leistung pro Liter 67,6 kW/92,0 PS
Max. Drehmoment 650 Nm bei 4750/min
Drehmoment pro Liter 104,7 Nm
Maximaldrehzahl 7200/min
Leistungsgewicht 0,36 kg/PS

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