Neues vom VW Scirocco

Neues vom VW Scirocco

— 17.06.2008

Ganz frischer Wind

Ende August kommt das spannendste Coupé des Sommers 2008: Die dritte Auflage des Scirocco bläst einen ganz frischen Wind durch die VW-Modellpalette – mit bis zu 200 PS und 235 km/h Spitze.

Seine Feuertaufe hat der VW Scirocco schon bestanden, bevor er überhaupt in Sichtweite der Showrooms war: Beim legendären 24-Stunden-Rennen auf der Nordschleife prügelten Rennlegenden wie Stuck und Sainz den über 300 PS starken Wolfsburger zum souveränen Klassen-Doppelsieg und auf einen hervorragenden elften Gesamtrang. Viel besser kann man die Werbetrommel für das wahrscheinlich spannendste Coupé des Sommers 2008 wohl kaum rühren – auch wenn sich die Fans ab 29. August vorerst mit maximal 200 PS begnügen müssen. So viel leistet das Turbo-befeuerte Topaggregat, der 2.0 TSI, mit dem der Scirocco in 7,2 Sekunden auf Tempo 100 sprinten und maximal 235 km/h erreichen soll.

Zur Markteinführung gibt es nur die beiden starken Benziner

Unterhalb der Leistungsspitze lautet das Gebot der Stunde: Downsizing. Relativ kleine Motoren mit großen Leistungen werden unter der Haube des knackigen Coupés zu finden sein. An der Basis sorgt ein per Turbo aufgeladener 1,4 Liter großer Vierzylinder mit 122 PS und 200 Nm Drehmoment schon für ganz akzeptable Fahrleistungen. Wem die 9,7 Sekunden bis Tempo 100 und eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h allerdings zu niedrig sind, der wählt den 1.4 TSI mit Turbo- und Kompressoraufladung. Klingt nach Golf GT, schickt im Scirocco allerdings 160 PS und 240 Nm an die Vorderräder. Damit gelingt der Prestigesprint in glatten acht Sekunden, die Beschleunigung endet bei 218 km/h. Und was ist mit einem Diesel? Den wird es – genauso wie übrigens den kleinen TSI-Motor – zur Markteinführung noch nicht geben. Er kommt aber später in Form des Zweiliter-TDI mit Common-Rail-Einspritzung, der 140 PS leistet und 320 Nm auf die Kurbelwelle wuchtet.

So fährt der neue VW Scirocco: Redakteur Staat auf Tour in Portugal

Die beiden großen Benziner sowie der Diesel lassen sich optional mit dem DSG koppeln, ansonsten und für das Einstiegsmodell in jedem Fall ist Handarbeit am Schaltknüppel des Sechsgang-Getriebes angesagt. Ebenfalls optional für den neuen Scirocco erhältlich ist das adaptive Fahrwerk DCC, das sowohl die Dämpferkennung, als auch die Abstimmung der elektromechanischen Servolenkung kontinuierlich der Fahrbahn und der Fahrsituation anpasst. Mit dem System, das die Programme "Nor­mal", "Sport" und "Comfort" bietet, will VW den Zielkon­flikt zwischen sportlich straffer und komfortabler Auslegung gelöst haben. Auch wer sich weder für DCC noch für DSG entscheiden kann, ist nicht in einem spärlich ausgestatteten Auto unterwegs: Serienmäßig bietet der Scirocco  17-Zoll-Leichtmetallräder, Höheneinstellung für Fahrer- und Beifahrersitz, Lenkrad und Handbremshebelgriff sowie Schalthebelknauf in Leder, Sportsitze, geteilt klapp­bare Rücksitzlehne, elektrische Fensterheber, Klimaanlage, ESP, Bremsassistent, sechs Airbags, Servolenkung und natürlich ein Sportfahrwerk.

Und wie verpackt VW die ganze Technik? In der ziemlich attraktiven Hülle eines Shooting-Brakes! Als erster Volks­wagen zeigt die dritte Generation des Scirocco das neue Familiengesicht. Besonders charakteristisch sind dabei die ver­chromten Leuchtkörper und die hochglänzend schwarzen Innenflächen der Scheinwerfergehäuse, die durch die eben­falls schwarzglänzende Kühlergrill-Querspange verbunden werden. Mit seinen kurzen Überhängen sieht der Neue nicht nur sportlich aus, 2,57 Meter Radstand bei 4,25 Metern Außenlänge schaffen auch Platz, auf den beiden Einzelsitzen hinten dürfte es aber spätestens ab 1,80 Metern Körpergöße eng werden. In den Kofferraum unter dem kombihaften Heck passen mindestens 292, höchstens 755 Liter. Aber wer bitte will den neuen Scirocco als Transporter missbrauchen? Hier ist ganz klar ein Sportler unterwegs, der mit sich zehn Zentimeter flacher als ein Golf macht und ihn in der Breite um fünf Zentimeter überragt. Die Preise sind eine Kampfansage: 21.750 Euro wird der Basis-Scirocco mit 122 PS kosten. Das billigste Modell zur Markteinführung am 29. August 2008 ist der 160-PS-TSI für 23.300 Euro, Topmodell auch beim Preis ist der 2.0 TSI für 25.500 Euro. Auf einem ähnlichen Niveau dürfte sich dann später auch der 2.0 TDI bewegen.

Wie sich der neue Scirocco fährt, lesen Sie ausführlich in AUTO BILD 25/2008. Auf autobild.tv gibt es dazu bewegte Bilder vom ersten offiziellen Straßenauftritt. Und hier geht es zu den Tuningfakes vom VW Scirocco.

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