Neureuther hat Autounfall vor dem Abflug nach Sotschi

Neureuther vor Abflug nach Sotschi verunglückt

— 14.02.2014

Ermittlungen wegen Fahrerflucht

Sein Autounfall bringt dem Skirennläufer Felix Neureuther juristischen Ärger ein: Der Staatsanwalt ermittelt wegen möglicher Fahrerflucht. Neureuther war vor dem Abflug nach Sotschi auf der A95 in Starnberg gegen die Leitplanke geprallt.

(dpa/brü) Die deutsche Medaillenhoffnung Felix Neureuther bekommt es nach dem Autounfall auf dem Weg zu den Olympischen Winterspielen mit der Polizei zu tun: Die Behörden ermitteln gegen Neureuther wegen des Verdachts der Fahrerflucht. Es müsse geklärt werden, in welchem zeitlichen Abstand zum Unfall er die Polizei in Garmisch-Partenkirchen informiert habe, sagte ein Sprecher. Auf der Autobahn A95 zwischen Wolfratshausen und Schäftlarn habe die Polizei den mutmaßlichen Unfallort gefunden. An der Mittelleitplanke sei ein Sachschaden von höchstens 500 Euro entstanden. Kleinere Fahrzeugteile wurden sichergestellt. Sie sollen nun in München mit dem Auto von Felix Neureuther abgeglichen werden. Nach geltender Gesetzeslage hätte der 29-Jährige nach dem Unfall sofort die Polizei rufen und deren Ankunft abwarten müssen. Stattdessen setzte er offenbar die Fahrt fort. Nach Angaben seines Vaters Christian Neureuther geschah das Unglück auf dem Weg von Garmisch-Partenkirchen zum Flughafen München. Dabei sei der Slalomläufer auf der Autobahn kurz vor dem Autobahndreieck Starnberg auf Blitzeis ins Rutschen gekommen und mit seinem Auto gegen die Leitplanke geprallt. Mit an Bord war auch die Biathletin Miriam Gössner, Neureuthers Freundin. In der Region hatte es in der Nacht zu Freitag (14. Februar) geschneit.

Neureuther sollte am Freitag in München untersucht werden, teilte der Deutsche Skiverband mit. Sein Vater sagte, er sei in Behandlung bei dem namhaften Sportmediziner Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt, seinem Vertrauensarzt. Dort soll festgestellt werden, ob er ein Schleudertrauma erlitten hat. Wie und wann der WM-Zweite im Slalom nun nach Sotschi reist, war ebenfalls nicht klar.

Felix Neureuther peilt noch am Freitag eine Anreise nach Sotschi an. "Er glaubt, dass er heute Nachmittag nach Sotschi fliegen kann", sagte Christian Neureuther. Nach Angaben des DSV besteht Verdacht auf ein Schleudertrauma. Neben Maria Höfl-Riesch, die Gold in der Super-Kombination gewann, ist der Rennläufer Neureuther die größte Medaillenhoffnung der deutschen Alpinen bei den Wettbewerben in Krasnaja Poljana. Dort soll er in der kommenden Woche in Riesenslalom und Slalom an den Start gehen.

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