Neuwagenkauf

Rabatte auf Rekord-Niveau Rabatte auf Rekord-Niveau

Neuwagenkauf

— 12.02.2004

Rabatte auf Rekord-Niveau

Trotz attraktiver neuer Automodelle läuft der Handel zäh. Deswegen bieten viele Hersteller Rabatt – im Schnitt zehn Prozent.

Rabattschlacht bei allen Marken

Vom ersehnten Aufschwung sprechen viele, doch bei den Autohändlern ist davon nichts zu spüren. "Wir haben mit 350.000 Fahrzeugen den niedrigsten Inlands-Auftragsbestand der deutschen Autobauer seit zehn Jahren", sagt Professor Ferdinand Dudenhöffer vom Prognose-Institut B&D-Forecast in Leverkusen. Obwohl das durchschnittliche Fahrzeugalter mit acht Jahren noch nie so hoch war. Obwohl es so viele neue Modelle auf einmal wie nie zuvor gibt. Und obwohl die Hersteller wie noch nie um jeden Kunden mit offenen und versteckten Rabatten werben.

Zum Beispiel beim neuen VW Golf. Der so teuer geriet, das Volkswagen schon ein Vierteljahr nach Markteinführung eine Klimaanlage gratis ins Auto einbaut. Das sind unterm Strich 1225 Euro oder rund acht Prozent Rabatt, mit denen das Werk die Kaufentscheidung schmackhafter macht. Konkurrent Opel bietet sogar schon vor Einführung des neuen Astra einen Frühbuchertarif an: Klimaanlage und Bordcomputer gratis – 1000 Euro Sparvorteil. Renault versucht es mit günstigen Tageszulassungen, Ford bietet Gratisübernahme von Haftpflicht- und Kaskoversicherung, Citroën nimmt Gebrauchtwagen für 4500 Euro über Listenpreis in Zahlung beim Kauf eines neuen Modells. Preiskampf in allen Lagern.

Kriegen wir amerikanische Verhältnisse

"Die Durchschnittrabatte über die gesamt Modellpalette gegenüber den Listenpreisen haben bei einigen Herstellern deutlich das 10-Prozent-Niveau überschritten", stellt Professor Dudenhöffer fest. "Aber amerikanische Verhältnisse haben wir noch nicht. Dafür sind Markt und Kaufverhalten zu unterschiedlich."

So werden in Amerika Neuwagen vor allem direkt vom Hof des Händlers gekauft, während in Deutschland die individuelle Bestellung vorrangig sei. Auf Grund besserer Markt- und Preistransparenz gebe es auch deutlich höhere Rabatte, weil der Kunde sich am durchschnittlichen Preisniveau orientieren könne. Derzeit werden im Amerika mit 3500 Dollar gegenüber 1700 Euro in Deutschland rund doppelt so hohe Rabatte gewährt.

Doch die Rabattitis hält nich ewig an, vermutet der Professor. Wer ein Schnäppchen machen will, sollte bald zugreifen. Denn ab April setzen die traditionell umsatzstarken Auto-Monate ein. Zieht die Konjunktur auch im Autohandel an, werden die Rabattaktion nachlassen. Spätestens ab Mai/Juni sind normal-teure Verhältnisse zu erwarten.

Wieviel Rabatt drinsteckt – Übersicht

Das gesuchte Modell ist nicht dabei? Dann verkauft es sich wie beispielsweise der Mini entweder so gut, dass kaum Rabatt möglich ist. Oder es gibt keinen Sondertarif und es muss im Einzelfall gefeilscht werden. Das gelingt natürlich vor allem bei Autos, die schon auf dem Händlerhof stehen.

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