VDA-Präsident Matthias Wissmann

Neuzulassungen 1. Halbjahr 2008

— 02.07.2008

"Wir liegen auf Kurs"

Die deutschen Neuzulassungen sind in den ersten sechs Monaten 2008 um vier Prozent auf 1,63 Millionen Einheiten gestiegen. VDA-Präsident Matthias Wissmann hält die Jahresprognose von 3,2 Millionen aufrecht.

Die deutsche Autoindustrie hat im ersten Halbjahr 2008 trotz schwieriger Rahmenbedingungen bei Produktion, Export und Neuzulassungen zugelegt. Der Umsatz übertraf in den ersten vier Monaten mit 104 Milliarden Euro das Vorjahresvolumen um knapp zehn Prozent. "Die deutsche Automobilindustrie ist Mitte 2008 weltweit weiter auf stabilem Kurs, doch wir wissen um die wachsenden Herausforderungen, die diese Industrie im laufenden Jahr noch zu meistern hat", sagte Matthias Wissmann, Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA), auf der Halbjahrespressekonferenz am Mittwoch (2. Juli) in Berlin. Im Juni wurden 304.000 Pkw neu zugelassen, das entspricht einem Zuwachs von einem Prozent gegenüber dem Vorjahreswert. In den ersten sechs Monaten legte der Inlandsabsatz um nahezu vier Prozent auf 1,63 Millionen Neuzulassungen zu. "Wir liegen damit auf Kurs, auch wenn wir uns günstigere Rahmenbedingungen für die Inlandskonjunktur erhofft hatten", so Wissmann. Die inländischen Auftragseingänge haben im ersten Halbjahr um vier Prozent auf 392.000 Einheiten zugelegt und liegen zwölf Prozent über dem Vorjahresniveau. "Nach Abwägung aller Einflussfaktoren haben wir uns daher entschieden, unsere bewusst konservativ angelegte Prognose für den Pkw-Inlandsmarkt im Gesamtjahr 2008 nicht zu verändern. Wir erwarten für das laufende Jahr 3,2 Millionen Pkw-Neuzulassungen in Deutschland", sagte Wissmann.

Deutlich mehr sparsame Autos verkauft

Das Exportvolumen stieg im ersten Halbjahr um zwei Prozent auf nahezu 2,3 Millionen Autos. "Wir werden in diesem Jahr im Inland 5,7 Millionen Pkw produzieren und damit das hohe Vorjahresniveau halten können – ebenso beim Export mit gut 4,3 Millionen Pkw", sagte der VDA-Präsident. Das nach wie vor starke Auslandsgeschäft gleiche den verhaltenen Inlandsmarkt mehr als aus. Weltweit werden die deutschen Hersteller im laufenden Jahr ihre Pkw-Produktion voraussichtlich um drei  Prozent auf 11,3 Millionen Autos steigern. Wissmann betonte erneut, dass die Steigerung der Kraftstoffeffizienz in den Unternehmen Chefsache sei: "Beim Klimaschutz sind wir gut vorangekommen. Die Automobilhersteller haben ihre Hausaufgaben gemacht – dies gilt ebenso für die vielen Zulieferunternehmen, die ebenfalls mit zahlreichen Innovationen dafür sorgen, dass individuelle Mobilität bezahlbar bleibt und die CO2-Emissionen im Verkehrsbereich weiter sinken."

So hätten die deutschen Hersteller in den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres 27 Prozent mehr Fahrzeuge mit einem CO2-Wert von unter 130 g/km abgesetzt. "Wir wachsen damit nicht nur schneller als die Importeure, sondern haben auch absolut mehr Neuwagen in diesem Bereich verkauft als unsere Wettbewerber", unterstrich der VDA-Präsident. Auch im Gesamtmarkt sei die Veränderung spürbar: So sind die CO2-Emissionen der neu zugelassenen Pkw in Deutschland in den ersten fünf Monaten um 3,2 Prozent auf 166,5 g/km CO2 gegenüber 2007 gesunken. Dabei hätten die deutschen Hersteller mit einer Reduzierung um 3,4 Prozent überdurchschnittliche Erfolge erzielt. Die geringsten Einsparungen erreichten laut VDA die Japaner (minus 1,6 Prozent) und die Franzosen (minus 1,9 Prozent). Abschließend sprach sich Wissmann für verlässliche Rahmenbedingungen aus. So sollte die Pendlerpauschale ab dem ersten Kilometer wieder eingeführt und der Vorsteuerabzug bei Geschäftswagen beibehalten werden. Probleme für die Branche sieht er weiterhin wegen steigender Energie- und Rohstoffpreise sowie des schwachen Dollars.

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