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Neuzulassungen Europa (1. Hj. 2008)

— 16.07.2008

Westeuropa im Minus

Mit 8,2 Millionen neu zugelassenen Pkw rangiert der europaweite Autoabsatz bislang zwei Prozent unter Vorjahresniveau. Lediglich die neuen EU-Länder registrierten Zuwächse.

Der europaweite Neuwagenmarkt musste im ersten Halbjahr 2008 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum Federn lassen. Wie der VDA meldet, lag die Gesamtzahl der Neuzulassungen mit 8,3 Millionen zwei Prozent unter der 2007er Bilanz. Während die Verkäufe in Westeuropa um drei Prozent nachgaben, zeigte sich der Pkw-Absatz in den neuen EU-Ländern mit einem Zuwachs von sieben Prozent allerdings in einer robusteren Verfassung. Ebenfalls erfreulich: Die deutschen Automobilhersteller konnten ihre Marktanteile in den ersten sechs Monaten 2008 in Westeuropa auf über 46 Prozent ausweiten, auch in den neuen EU-Staaten liegt ihr Marktanteil mit gut 43 Prozent weiterhin auf einem hohen Niveau.

Im Juni 2008 verlief der Absatz verglichen mit dem Vorjahreszeitraum insgesamt rückläufig. In Europa wurden mit 1,4 Millionen Pkw acht Prozent weniger Fahrzeuge verkauft als im gleichen Zeitraum 2007. Laut VDA sind die sinkenden Verkaufszahlen unter anderem auf die schwache Nachfrage in Spanien zurückzuführen, wo sich die Käufer im Vorfeld einer neuen Altautoverordnung zurückhielten: Bei Verschrottung eines über 15 Jahre alten Fahrzeugs können dort ab 1. Juli 2008 beim Neuwagenkauf staatliche Kredite in Anspruch genommen werden, sofern der CO2-Ausstoß des Neuen unter 140 g/km liegt. Die Folge: Viele spanische Autokäufer befinden sich in einer Art Warteschleife, weshalb im Juni 2008 rund 31 Prozent weniger Autos verkauft wurden als im Vorjahresmonat.

Sinkende Nachfrage in Italien, kräftige Zuwächse in Bulgarien und Polen

In Italien verfehlten die Pkw-Verkäufe im Juni 2008 das Ergebnis im Vorjahresmonat um 20 Prozent. Den starken Rückgang sieht der VDA in erster Linie durch die dortige stagnierende wirtschaftliche Entwicklung begründet. Fiat hat bereits angekündigt, die Produktion wegen schwacher Nachfrage in den kommenden Wochen zu drosseln. Ganz anders sieht die Lage in Bulgarien und Polen aus: Hier verbuchte die Branche angesichts positiver Wirtschaftsentwicklung mit steigenden Löhnen und Unternehmensgewinnen kräftige Zuwächse. Nach Ansicht des VDA dürfe hier auch für das Gesamtjahr 2008 mit einem positiven Absatzergebnis gerechnet werden.

Autor: Jan Kretzmann

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