Neuzulassungen Europa im Mai 2012
— 15.06.2012Dunkle Wolken über Europas Automarkt
Die Schuldenkrise in Europa hat wieder mächtig Fahrt aufgenommen – und sich im Mai 2012 negativ auf den Automarkt in der EU ausgewirkt. Wohl dem, der woanders stark vertreten ist. Opel kann das nicht von sich behaupten.
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Bei den Herstellern verlor vor allem der angeschlagene französische Autokonzern PSA (Peugeot, Citroën) mit einem Absatzrückgang von insgesamt 19,5 Prozent. Auch der Absatz des defizitären Autobauers Opel/Vauxhall sank kräftig – minus 12,3 Prozent standen zu Buche. Dagegen gewann Chevrolet, ebenfalls eine Tochter des US-Autobauers General Motors (GM), 16,2 Prozent dazu. Unter den einzelnen Ländern sank der Autoabsatz im Mai besonders stark in den Euro-Krisenländern Spanien mit 8,2 Prozent und Italien mit 14,3 Prozent. Der französische Automarkt verlor sogar 16,2 Prozent. In Griechenland, wo am Sonntag eine wegweisende Wahl zur Zukunft des Landes ansteht, ging der Absatz um 47,3 Prozent zurück. Der deutsche Automarkt, der mit Abstand größte in der EU, verlor 4,8 Prozent.
Mehr Infos: Die beliebtesten Auto-Marken im Mai 2012
Viele deutsche Autobauer wie Volkswagen, Daimler oder BMW können die Rückgänge in der EU derzeit durch das starke Wachstum vor allem in den USA sowie China kompensieren. Wie der Verband der Automobilindustrie (VDA) am 15. Juni 2012 mitteilte, stieg der Pkw-Absatz in China im Mai um 28 Prozent auf 1,1 Millionen Fahrzeuge, in den USA um ein Viertel auf über 1,3 Millionen Einheiten. Auch die Märkte in Indien und Russland zogen weiter an. Opel indes ist in China aufgrund der umstrittenen GM-Strategie bislang nur marginal vertreten und daher auf die Entwicklung im europäischen Automarkt angewiesen. Unternehmen und Arbeitnehmervertreter wollen bis Herbst über ein Sanierungskonzept beraten, um den Autobauer profitabel zu machen. Das Angebot des Managements sieht die Sicherung aller vier deutschen Opel-Standorte bis Ende 2016 vor – im Gegenzug sind Einschnitte beim Geld der Beschäftigten geplant. Wie andere Autobauer auch leidet Opel wegen des schwachen europäischen Automarktes an Überkapazitäten und fährt ähnlich wie Peugeot oder Fiat Verluste ein.
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Kommentare zum Artikel (13)
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Manche die da über Opel lästern haben nichts in der Birne , ich habe mir gerade den Corsa D gekauft und davor hatte ich den Corsa C der lief über 7 Jahre ohne probleme . Habe mir den Corsa D nur gekauft weil er Sporlicher ausschaut und man soll sich ja auch mal was neues gönnen .Wenn ich dann höre die Opel hätten eine schlechte Qualität dann kann ich nur lachen , bei meinem Corsa C war Rost kein Thema und auch sonst war die Qualität sehr gut für einen Kleinwagen .
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ist der Marktanteil von Opel/Vauxhall in Europa ist im Mai gegenüber April 2012 von 6,5 auf 7,5 % und in Deutschland von 6,9 auf 7,9 % gestiegen. Garnicht schlecht, sie kommen allmählich wieder in Fahrt und neue Modelle wie Astra-Facelift, Astra-Stufenheck und Mokka kommen ja in Kürze auf den Markt und werden den Aufwärtstrend verstärken, ob die Autobild nun dagegen an stänkert oder nicht.
Der Vergleich mit den Zahlen des Vorjahres-Monats ist Unsinn. Dieser Jahresvergleich sagt nur etwas über jahreszeitliche Schwankungen der Autokonjunktur aus.
Entscheidend für die aktuelle Marktentwicklung sind die Zahlen des aktuellen Monats im Vergleich zum Monat davor, also Mai 2012 zu April 2012.
Beispiel: Opel hat den Marktanteil im Mai gegenüber April 2012 von 6,9 auf 7,9 % ausgebaut. Das ist eine Steigerung um 14% und für Opel sehr erfreulich. Bei Audi ist der Marktanteil gegenüber April von 9 auf 8,8 % zurückgegangen.
Ach wenn Prozentrechung so einfach wäre. Da Opel/Vauxhall über viermal mehr Autos als Chevrolet verkauft fällt der prozentuale Rückgang auch mehr ins Gewicht. Insgesamt hat GM in Europa -8,4% weniger Fahrzeuge verkauft. Der Gesamtmarkt gab um 7,7% nach. Also ist die Performance nicht sonderlich gut. Daimler, BMW, Audi, Jaguar, Land Rover, Dacia, Hyundai, Kia, Skoda sehen am besten in der Entwicklung aus. Premium oder billig. die Schere öffnet sich.