Neuzulassungen Januar 2011

Neuzulassungen Februar 2011

— 01.03.2011

Auto-Boom weltweit

In den ersten beiden Monaten 2011 hat der deutsche Automarkt laut VDA-Chef Wissmann 16 Prozent zugelegt. Die Hersteller kommen kaum mit der Produktion hinterher.

(dpa) Im Januar und Februar 2011 wuchs die Zahl der Neuzulassungen in Deutschland um 16 Prozent auf 435.600, sagte der Prsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Matthias Wissmann, am 1. Mrz am Rande des Autosalon Genf 2011. "Wir erwarten damit im laufenden Jahr einen Inlandsmarkt, der die 3,1-Millionen-Marke berschreiten wird." 2010 waren in Deutschland 2,92 Millionen neue Personenwagen gekauft worden 23,4 Prozent weniger als im Rekordjahr 2009. Damals hatte der Staat mit der Abwrackprmie das Geschft angekurbelt. "Wir erleben den Hochlauf der Branche, untersttzt durch die gute Entwicklung auf vielen Mrkten", sagte Wissmann. "Die USA legen wieder deutlich zu, der asiatische Markt verfgt weiter ber hohe Dynamik." Auch Westeuropa erhole sich von der Krise, allerdings langsamer.

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Der weltweite Boom sorgt vor allem bei den deutschen Oberklasseherstellern fr prall gefllte Auftragsbcher. BMW, Audi und Daimler knpfen zum Start ins neue Jahr nahtlos an die Erfolge von 2010 an. Die Konzerne arbeiten an der Kapazittsgrenze, Kufer mssen sich auf monatelange Wartezeiten einstellen. "Wir mssen diese Wartezeit verkrzen", sagte BMW-Chef Norbert Reithofer in Genf. Mit Blick auf die massiven Produktionskrzungen in der Krise fgte er aber hinzu: "Ich lebe lieber mit dieser Aufgabenstellung." Kunden, die etwa in Deutschland einen BMW X3 bestellen, mssten derzeit etwa bis September auf ihren Wagen warten, sagte Reithofer. Auch bei Audi liegt die Wartezeit nach Worten von Vertriebsvorstand Peter Schwarzenbauer bei drei bis fnf Monaten. "Wir arbeiten natrlich daran, uns da zu verbessern." Beide Hersteller bauen ihre Fertigungskapazitten in den kommenden Monaten und Jahren aus.

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Der VDA blickt allerdings mit zunehmender Sorge auf die steigenden Benzin- und Rohstoffpreise. Noch htten die Preiserhhungen an den Tankstellen keine Auswirkungen bei der Entwicklung der Neuzulassungen, sagte Wissmann in Genf. "Ein weiteres Drehen an der Preisschraube drfte von den Autofahrern jedoch nicht so einfach hingenommen werden." Auch die steigenden Kosten fr Rohstoffe machen sich bemerkbar. "Gerade die sehr hohen Rohstoffpreise belasten die Automobilindustrie derzeit erheblich da Kostensteigerungen nicht einfach an den Kunden berwlzt werden knnen", sagte Wissmann.

"Wir mssen zur Kenntnis nehmen, dass die Rohstoffmrkte volatiler geworden sind", sagte Audi-Chef Rupert Stadler. Folgen fr das Kaufverhalten wird die Entwicklung nach seiner Einschtzung aber zunchst kaum haben. Bei BMW habe man allerdings gesprt, dass etwa auf dem fr die Mnchner wichtigen US-Markt bei hohen Spritpreisen der Trend zu sparsameren, kleineren Fahrzeugen gehe, sagte Reithofer. Daimler-Chef Dieter Zetsche sieht in den steigenden Rohstoffpreisen durchaus Gegenwind. Insgesamt bezifferte er den Einfluss fr den Konzern auf bis zu 700 Millionen Euro im laufenden Jahr.

Wie in den vergangenen Monaten profitierten BMW, Audi und Daimler weiter von der krftigen wachsenden Nachfrage in Fernost. Allerdings betonten Stadler und Reithofer, dass sich die Zuwchse im Reich der Mitte mittelfristig auf jhrliche Raten von rund zehn Prozent einpendeln drften. ber die Begeisterung fr China drften die brigen Mrkte nicht vergessen werden, sagte Reithofer. Es brauche ein gutes Gleichgewicht zwischen den Regionen.

Im Februar legten BMW und Audi bei den Verkaufszahlen erneut deutlich zu beide vermeldeten ein Absatzplus von rund 20 Prozent im zweiten Monat 2011. Beide peilen wie Daimler ein Rekordjahr an, die Stuttgarter haben im Februar voraussichtlich ebenfalls eine zweistellige Steigerungsrate erreicht. Weiter Hoffnung schpft auch der gebeutelte Autobauer Opel. Allerdings geht der geplante Jobabbau an einigen Standorten langsamer voran als geplant. Der Zeitplan sei etwas versptet, rumte Opel-Chef Nick Reilly in Genf ein. Das Geschft laufe allerdings gut. Opel werde wie bereits im Januar angekndigt 2011 voraussichtlich 1,3 bis 1,4 Millionen Fahrzeuge absetzen. "Der Markt entwickelt sich besser als erwartet", begrndete Reilly seinen Optimismus.

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