US-Markt: VW legt erstmals wieder zu

Neuzulassungen in den USA: VW legt zu

— 03.06.2015

US-Golf legt zu

Der Absatz von deutschen Autos ist in den USA überdurchschnittlich stark gestiegen. Nach langer Flaute ist nun auch VW wieder im Aufwind.

(dpa/mas) Deutsche Autos gehen in den USA gut: Wie der Verband der Automobilindustrie (VDA) mitteilte, konnten die deutschen Hersteller ihren Light-Vehicle-Absatz (Pkw und Light Trucks) auf dem US-Markt im Mai 2015 um knapp acht Prozent auf 127.500 Neufahrzeuge steigern. Sie sind damit deutlich schneller gewachsen als der Gesamtmarkt, der lediglich um knapp zwei Prozent auf gut 1,6 Millionen Light Vehicles zulegte.
Zahlen, Daten, Fakten: Neuzulassungen im In- und Ausland

Besonders erfreulich war der Mai für den Volkswagen-Konzern, der seine Verkäufe in den USA nach einer langen Absatzflaute erstmals wieder ähnlich stark ankurbeln konnte wie die deutsche Konkurrenz. Daimler lag zwar beim US-Absatzwachstum im Mai 2015 noch klar vor den Wolfsburgern, bei BMW konnte aber vor allem die britische Tochter Mini ihr Wachstumstempo nicht halten und schmälerte das Konzernplus.

Der Golf beschert VW ein Absatz-Plus

Der Golf verkauft sich in den USA derzeit prima.

Volkswagen steigerte den Absatz seiner Hausmarke VW dank starker Golf-Verkäufe im Jahresvergleich um acht Prozent auf 34.758 Neuwagen, wie das Unternehmen mitteilte. Unterstützer von Konzernchef Martin Winterkorn dürften sich von den Zahlen bestätigt fühlen. Die Schwäche auf dem US-Markt war dem Vernehmen nach ein Grund, warum VW-Patriarch Ferdinand Piëch "auf Distanz" zu Winterkorn gegangen war. Damit hatte Piëch einen Machtkampf bei Europas größtem Autobauer angezettelt, in dem er letztlich unterlag.
Alles über den Machtkampf bei VW

Die VW-Tochter Audi blieb im vergangenen Monat mit einem Absatzplus von elf Prozent und 18.428 verkauften Autos auf der Überholspur. Der ebenfalls zum Konzern gehörende Luxus-Hersteller Porsche büßte dagegen 7,4 Prozent ein. In der Verkaufsschlacht der deutschen Premiumhersteller konnte sich Daimler mit einem Absatzplus von elf Prozent in den USA diesmal klar gegen den Hauptkonkurrenten BMW durchsetzen, der nur um 4,3 Prozent zulegte.

Pick-up-Trucks nach wie vor gefragt

Die großen US-Hersteller lieferten gemischte Ergebnisse. Branchenführer General Motors brachte angesichts starker Nachfrage nach Pick-up-Trucks der Marken Chevrolet und GMC drei Prozent mehr Wagen an die Kundschaft. Ford musste ein Minus von 1,3 Prozent hinnehmen. Fiat Chrysler erhöhte seine Verkäufe um vier Prozent. Enttäuschend verlief der Mai für den weltgrößten Autobauer Toyota, der 0,3 Prozent weniger Fahrzeuge los wurde.

Die Pick-ups in Detroit 2015

Die Branche bleibt in den USA insgesamt im Aufwind. Günstige Kredite und billiger Sprit treiben weiter die Nachfrage, auch wenn sich Benzin zuletzt wieder etwas verteuerte. Analysten gehen davon aus, dass der US-Automarkt sein Wachstumstempo mit einem auf das Jahr hochgerechneten Monatsabsatz von 17,5 Millionen Fahrzeugen im Mai beibehalten hat und auf Kurs ist, dieses Jahr die höchsten Verkaufszahlen seit 2001 zu erreichen.

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.