Neuzulassungen in Europa

Neuzulassungen in Europa

— 15.02.2007

Deutsche Delle ausgebeult

Der Pkw-Absatz auf dem westeuropäischen Markt ist stabil ins Jahr 2007 gestartet. Im Januar wurden 1,2 Millionen Neufahrzeuge verkauft.

Trotz des dramatischen Einbruchs der deutschen Neuzulassungen im Januar 2007 kann die Autobranche optimistisch ins neue Jahr blicken. Auf dem westeuropäischen Markt verzeichnete der ACEA (Verband Europäischer Automobilhersteller) mit 1,2 Millionen abgesetzten Neuwagen gegenüber dem Vorjahresmonat ein Plus von 0,5 Prozent. "Das ist ein ordentlicher Start in das europäische Autojahr", meint Bernd Gottschalk, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA). "Damit wird die deutsche Mehrwertsteuer-Delle in Europa durch das Wachstum anderer Märkte mehr als ausgeglichen."

In der Tat können sich die Zahlen im europäischen Ausland bisher durchaus sehen lassen. So wurden in Großbritannien im Januar mit 165.600 neu zugelassenen Pkw fünf Prozent mehr Fahrzeuge abgesetzt als im Januar 2006. Die deutschen Hersteller steigerten ihre Verkäufe auf der Insel um neun Prozent und eroberten einen Marktanteil von über 41 Prozent.

Ähnlich positive Ergebnisse vermelden Italien (plus vier Prozent Neuzulassungen), Spanien (plus drei Prozent) und Frankreich (plus zwei Prozent). Hier konnten besonders BMW und die Marken des Volkswagen- Konzerns ihre Absätze gegenüber dem Vorjahresmonat um 34 bzw. 14 Prozent steigern. "Die deutschen Marken haben damit zu Jahresbeginn ihren guten Lauf in Westeuropa fortsetzen können", sagt Gottschalk. Für den VDA-Präsidenten steht fest: "Unsere Fahrzeuge sind attraktiv und bieten die richtige Antwort auf die aktuellen Marktbedürfnisse. Das zeigt auch die Wettbewerbsstärke unserer Dieselfahrzeuge, mit denen wir unsere Position in Westeuropa auch 2007 weiter ausbauen wollen. Jeder zweite Diesel in Westeuropa ist bereits eine deutsche Konzernmarke."

Auch in den osteuropäischen EU-Staaten kann die Branche bisher hohe Wachstumsraten verbuchen. Nach ACEA-Angaben stiegen die Pkw-Neuzulassungen hier um 16,6 Prozent. Damit setzt sich in den baltischen Staaten die kräftige Steigerung fort; Polen schwenkt nach zwei schwächeren Jahren wieder auf den Wachstumspfad ein. Bleiben nur die bisher enttäuschenden Ergebnisse im Inland. Gottschalk geht allerdings davon aus, dass sich auch hier noch Einiges tun wird:" Der deutsche Markt ist sicherlich derzeit noch stark von den Vorzieheffekten betroffen, aber da wird früher oder später die gesamtwirtschaftliche Belebung sowie die Vielzahl von neuen Modellen für frischen Wind sorgen."

Autor: Jan Kretzmann

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