Russischer Automarkt

Neuzulassungen in Europa

— 11.07.2008

Russland rauscht vorbei

Und weg sind sie. Einer neuen US-Studie zufolge haben die Russen im ersten Halbjahr 2008 erstmals mehr Autos gekauft als die Deutschen. Der Überholvorgang kam deutlich früher als erwartet.

Russlands Automarkt wächst in ungeahntem Tempo. Wie eine in Moskau veröffentlichte Studie der amerikanischen Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers (PwC) belegt, wird das ehemalige Zarenreich Deutschland als größten Absatzmarkt Europas noch in diesem Jahr ablösen. Ursprünglich war der Überholvorgang – dem auch Italien und Großbritannien zum Opfer fielen – erst in zwei bis drei Jahren erwartet worden. Der PwC-Studie zufolge wurden in Russland im ersten Halbjahr 2008 gut 1,64 Millionen Neuwagen zugelassen – ein Zuwachs gegenüber dem Vorjahr von 41 Prozent. Das sind gut 100.000 Einheiten mehr als in Deutschland. Wenn der derzeitige Markttrend im zweiten Halbjahr anhalte, könnten die Automobil-Verkäufe im 140-Millionen-Staat höher ausfallen als in Deutschland (ca. 82 Mio. Einwohner) und 3,6 bis 3,8 Millionen erreichen, heißt es in der Studie. Bis 2010 sollen in Russland jährlich bis zu fünf Millionen Autos verkauft werden.

Nicht mit dem Gesamtwachstum mithalten kann die Bilanz der einheimischen Hersteller. Während der Absatz von Lada "nur" um 27 Prozent auf 380.000 Fahrzeuge stieg, wuchs der Verkauf importierter Neuwagen im ersten Halbjahr 2008 um 54 Prozent auf 785.000 Pkw. In Russland haben zudem alle größeren internationalen Automobilhersteller eigene Produktionsstätten oder arbeiten mit lokalen Herstellern zusammen.

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