Neuzulassungen Januar 2004

Neuzulassungen Januar 2004

— 15.02.2004

Schlechter Start

Böse Klatsche für Konjunktur und Autohersteller: 208.212 neue Pkw bedeuten ein Zulassungsminus von 12,4 Prozent.

Gut gerüstet und entsprechend optimistisch ging die Autobranche ins Jahr 2004. Umso schmerzhafter sind diese Zahlen: 208.212 neu zugelassene Pkw im Januar bedeuten ein Minus von 12,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Gegenüber Dezember 2003 beträgt der Rückgang 10,2 Prozent.

Land Rover, Renault und Chrysler traf es besonders hart – bis zu minus 35 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Steigerungen von bis zu 64 Prozent im Vergleich zum Januar 2003 legten Toyota, MG Rover, Daewoo und Saab hin. Wesentlich mehr Neuzulassungen als im Dezember melden Porsche, Citroën, Hyundai und Alfa Romeo. Besser als der Neu- lief der Gebrauchtwagenmarkt: 509.807 Pkw wechselten im Januar den Halter. Im Jahresvergleich ein Minus von 8,5 Prozent, gegenüber Dezember 2003 aber immerhin ein zartes Plus von 0,5 Prozent.

Im westeuropäischen Ländervergleich konnten zum Jahresbeginn nur Italien, Großbritannien (jeweils plus sechs Prozent) und Spanien (plus neun Prozent) Zuwächse verbuchen. Neben Deutschland hat auch Frankreich mit rund zwölf Prozent Miesen das Vorjahresergebnis deutlich verfehlt. Besser sieht es in den osteuropäischen EU-Staaten aus: Im Januar fanden hier 61.600 fabrikneue Autos einen Käufer, das waren knapp vier Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Auch europaweit leiden besonders die deutschen Hersteller, allen voran VW (minus 10,5 Prozent). Die asiatischen Marken bleiben dagegen im Aufwind (plus 9,1 Prozent), die absoluten Gewinner sind Kia, Toyota und Lexus mit bis zu einem Drittel Zulassungsaufschwung.

Diese Zahlen sorgen für reichlich Unruhe unter Europas Auto-Managern. Deshalb rief VW-Boss Bernd Pischetsrieder am Montag (16. Februar) die Kollegen von Ford, Fiat, Renault und Volvo zum Krisengipfel zusammen. Angesichts des aggressiven Preiskampfes und unter Druck der asiatischen Konkurrenz wollen sie EU-Kommissionspräsident Romano Prodi zum Abbau der "überbordenden EU-Regulierung" und zur "Neuorganisation der Komission" überreden, berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf Angaben des europäischen Automobilverbandes ACEA. "Der Aufschwung findet in allen Prognosen statt", klagt dessen Präsident Pischetsrieder, "nur nicht in den Auftragsbüchern".

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