Neuzulassungen Juli 2002

Neuzulassungen Juli 2002

Neuzulassungen Juli 2002

— 20.08.2002

Langsam geht es bergauf

Die Zahl der Auto-Neuzulassungen ist im Juli leicht gestiegen. Im laufenden Jahr bleibt die Bilanz aber weiter negativ.

Plus 1,9 Prozent im Juli

Im vergangenen Monat kamen in Deutschland 283.000 Autos neu auf die Straßen. Das meldete das Flensburger Kraftfahrt-Bundesamt (KBA). Der Anstieg der Neuzulassungen entspricht einem Plus von 1,9 Prozent gegenüber dem Juli 2001. Die Behörde wertete das Monatsergebnis als "positives Vorzeichen" auf den weiteren Jahresverlauf. In den ersten sieben Monaten ging die Zahl der Neuzulassungen allerdings um 3,1 Prozent auf 1,98 Millionen Pkws zurück.

Neuzulassungssieger des vergangenen Monats war BMW mit einem Plus von acht Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. DaimlerChrysler legte um 4,4 Prozent zu, der VW-Konzern um vier Prozent. Opel hingegen musste vor allem auf Grund der Werksferien und des Modellwechsels einen Rückgang der Neuzulassungen von 15,5 Prozent auf 30.500 Erstanmeldungen hinnehmen. Die Ford-Gruppe blieb mit 25.000 verkauften Neuwagen auf Vorjahresniveau.

Deutschlands Branchenprimus mit einem Marktanteil von 29,5 Prozent war im Juli erneut VW. DaimlerChrysler erreichte einen Marktanteil von 16,2 Prozent, Opel brachte es auf 10,8 Prozent vor Ford. BMW erreichte eine Quote von 7,7 Prozent. Renault behauptete sich mit einem stabilen Marktanteil von 6,8 Prozent auf Rang sechs.

Minus 3,1 Prozent im laufenden Jahr

Kräftig zulegen und damit den Trend der vergangenen Monate bestätigen konnten vor allem die ausländischen Marken. Citroën, Toyota, Peugeot und Renault verbuchten in den ersten sieben Monaten dieses Jahres jeweils zweistellige Zuwachsraten bei den Neuzulassungen. Besonders in den neuen Ländern liegen sie weit vor den deutschen Herstellern: Fast jeder zweite Neuwagen ist ein Importfahrzeug. Der Marktanteil im Osten beträgt inzwischen 48,1 Prozent. Vor einem Jahr lag er bei 46,6 Prozent, meldet der Verband der Importeure von Kraftfahrzeugen (VDIK).

Von den deutschen Autobauern verzeichnete BMW im bisherigen Jahresverlauf ein Plus von 8,7 Prozent. Auch Audi (plus 1,8 Prozent) und DaimlerChrysler (plus 0,5 Prozent) trotzten dem rückläufigen Markt. Weniger positiv verlief das Geschäft für den Wolfsburger Volkswagen-Konzern, der von Januar bis Juli einen Rückgang der Erstanmeldungen von sieben Prozent verzeichnete. Opel musste gar einen Rückgang von 20,2 Prozent hinnehmen.

Die Zuversicht für den weiteren Jahresverlauf teilt im Gegensatz zum KBA das Center of Automotive Research nicht. Das Recklinghauser Institut rechnet für 2002 mit einem Rückgang der Neuzulassungen um sechs Prozent auf 3,15 Millionen Autos – das schlechteste Verkaufsergebnis seit der Wende.

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.