Neuzulassungen Juli 2009

Neuzulassungen Juli 2009

— 04.08.2009

Sommerloch auf hohem Niveau

Normalerweise verblassen die Neuzulassungszahlen im Schatten der Sommerferien. Nicht so im Juli 2009: Rund 340.000 Neuwagen zählte das Kraftfahrt-Bundesamt – plus 30 Prozent gegenüber 2008.

Der staatlich geförderte Auto-Boom hat sich im Juli leicht gebremst fortgesetzt – allerdings nur im Vergleich mit den Vormonaten. Mit 339.976 neu zugelassenen Autos wurden immer noch 29,5 Prozent mehr Fahrzeuge auf die Straße gebracht als im Juli 2008, teilte das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Flensburg mit. Im Juni hatte das Plus noch bei 40 Prozent gelegen. Insgesamt hat der deutsche Automarkt in den ersten sieben Monaten des Jahres um fast 27 Prozent zugelegt.

Der Trend zu kleineren Autos war dabei ungebrochen. Die höchsten Zuwächse erzielte in den ersten sieben Monaten das Mini-Segment mit einem Plus von 144 Prozent vor den Kleinwagen mit 68 Prozent. Mehr als verdoppeln konnten ihren Absatz Marken wie Lada (plus 141,2 Prozent), Hyundai (plus 125,9 Prozent) und Fiat (plus 105,4 Prozent). Sportwagen mit einem Minus von 29 Prozent und die obere Mittelklasse (minus 23 Prozent) hatten dagegen die größten Einbußen zu verzeichnen.

Die deutschen Marken bieten ein uneinheitliches Bild: Am besten entwickelten sich die Zulassungszahlen für Ford mit einem Zuwachs von knapp 50 Prozent. Auch der angeschlagene Hersteller Opel lag mit einem Plus von 33 Prozent gut im Markt, ebenso Marktführer VW mit plus 31 Prozent. Dagegen schaffte Audi nur einen hauchdünnen Zuwachs um 0,6 Prozent. Die Premium-Marken Mercedes (minus 17 Prozent), BMW (inkl. Mini minus zehn Prozent) und Porsche (ebenfalls minus zehn Prozent) konnten nicht an das Ergebnis des Vorjahres anknüpfen.

Unter den größeren ausländischen Anbietern ist vor allem Fiat mit 105 Prozent Zuwachs erfolgreich, ebenso Hyundai mit 126 Prozent Wachstum. Die führende Position unter den Importautos behauptet Renault/Dacia mit einem Absatzplus von 51 Prozent und einem Marktanteil von 5,8 Prozent. Auf der Minusseite finden sich hier Anbieter wie Jaguar (minus 32 Prozent), Chrysler/Jeep/Dodge (minus 46 Prozent) und Land Rover (minus 40 Prozent) sowie die schwedische Marke Saab (minus 64 Prozent), die in Deutschland kaum noch Käufer findet.

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