Neuzulassungen Juli 2010

Neuzulassungen Juli 2010

— 03.08.2010

Diesel läuft super

Im Juli 2010 wurden in Deutschland laut KBA 237.500 Neuwagen zugelassen. Gegenüber Juli 2009 fährt der Markt 30 Prozent im Minus. Dieselfahrzeuge holen kräftig auf.

Gegen das florierende Abwrackprämien-Jahr 2009 hat das vergleichsweise magere Folgejahr einfach keine Chance. Im Juli 2010 zählte das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) 237.428 Pkw-Neuzulassungen, das sind 30,2 Prozent weniger als im Juli 2009. Selbst der Vergleich mit dem Juli 2008 macht die Bilanz nicht besser, auch dieses Niveau hat der Automarkt nicht erreicht (minus 9,6 Prozent). Dass 2009 ein besonderes Autojahr war, zeigen auch die Zulassungen nach Segmenten: Das Mini-Segment (Kleinstwagen) ging im Juli 2010 gegenüber dem Vorjahreswert um mehr als 50 Prozent zurück. Im Jahr der Abwrackprämie waren die Minis noch unangefochtene Marktführer. Dafür kommt die Obere Mittelklasse wieder in Wallung (plus 22,2 Prozent), auch die Geländewagen (plus 37,6 Prozent) und das Sportwagen-Segment (plus 18,6 Prozent) konnten Boden gutmachen.

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Porsche profitiert von diesem Trend und erzielte im Juli 2010 ein Plus von 14,3 Prozent. Mercedes (plus 8,1 Prozent), Smart (plus 3,9 Prozent) und BMW (inklusive Mini plus 3,7 Prozent) haben ebenfalls dazugewonnen. Sehr deutliche Einbußen gab es bei Opel (minus 43,5 Prozent), Ford (minus 38,6 Prozent) und VW (minus 33,9 Prozent). Bei den Importeuren gab es Einbußen von bis zu minus 69 Prozent (Lancia). Aber auch hier konnten einige Hersteller ihr Vorjahresergebnis verbessern, zum Beispiel Land Rover (plus 96,1 Prozent).

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Nach sieben Monaten 2010 verzeichnet der Automarkt 1.706.219 Neuzulassungen und rangiert damit 690.000 Einheiten hinter dem Vorjahresergebnis (minus 28,9 Prozent). Einen "erfreulichen Aspekt" (O-Ton) hat der Verband der Automobilindustrie (VDA) dann aber doch aus dem roten Zahlensalat herausgefischt: Im Juli 2010 waren demnach mehr als 43 Prozent aller neu zugelassen Pkw mit einem Dieselmotor ausgestattet – im Juli 2009 lag der Anteil bei weniger als 30 Prozent. Laut VDA-Präsident Matthias Wissmann sei das ein Zeichen für die "besondere Bedeutung der Clean-Diesel-Technologie". Die aktuellen Zahlen könnten allerdings auch so interpretiert werden, dass die Diesel-Neuzulassungen nach einem Abwrackprämienjahr mit hoher Benziner-Quote (rund 69 Prozent) wieder aufs normale Niveau zurückkehren. Vor zwei Jahren, im Juli 2008, überstieg der Dieselanteil unter den Neuzulassungen immerhin auch die 40-Prozent-Marke.

Autor: Michael Voß

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