Neuzulassungen März 2007

Neuzulassungen März 2007

— 03.04.2007

Schlimme Zerrung

Und wieder kriecht der Automarkt sechs Prozent im Minus. Für den VDA ist die Sache klar: Schuld ist immer noch die Mehrwertsteuer.

Auf 338.000 Neuzulassungen schätzt der Verband der Automobilindustrie (VDA) das Ergebnis im März 2007 – das wären sechs Prozent Verlust gegenüber dem Vorjahresmonat. Wie auch im Januar und Februar zeigte die Mehrwertsteuererhöhung ihre Nachwirkungen, erklärt der Verband. Neben dem Steuereffekt sei der mit dem außergewöhnlich hohen Zulassungsvolumen im März 2006, in dem ein Arbeitstag mehr zur Verfügung stand, verzerrt.

Im ersten Quartal 2007 litt der Pkw-Absatz unter einem Rückgang von zehn Prozent auf 721.000 Einheiten, was für den VDA auch keine Überraschung ist. Damit sei der Gesamteffekt der vorgezogenen Pkw-Käufe aus dem vierten Quartal 2006 weitgehend ausgeglichen. Der inländische Auftragseingang zeigte im März erstmals wieder Tendenzen einer Stabilisierung, die Auslandsorder sei sowohl im März als auch im ersten Quartal um jeweils acht Prozent gestiegen.

Für den weiteren Jahresverlauf setzt der Branchenverband auf "eine Vielzahl neuer Modelle, die weiter anziehende Konjunktur, die anhaltende Entspannung auf dem Arbeitsmarkt sowie das allmählich aufklarende Konsumklima". Dennoch bleibe abzuwarten, wie sich die höhere Mehrwertsteuer auch weiterhin auf die Pkw-Inlandsnachfrage auswirken werden.

Der Dieselanteil am Pkw-Absatz sei im ersten Quartal auf 47 Prozent gestiegen, wobei die deutschen Hersteller, deren Diesel-Pkw inzwischen zu 86 Prozent mit Partikelfilter-Technologie ausgerüstet sind, unter allen Selbstzündern einen Marktanteil von 76 Prozent erreichten. Das wertet der VDA auch als Reaktion der Kunden auf die Klimadebatte.

Autor: Michael Voß

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