Neuzulassungen März 2008

Neuzulassungen März 2008

— 04.04.2008

Frühe Ostern, schwarzer März

Wegen der Osterfeiertage sind die Neuzulassungen im März 2008 um 14 Prozent eingebrochen. Aus der Ferne betrachtet sieht's besser aus: Das erste Quartal hat ein Plus von 2,6 Prozent eingefahren.

(dpa) Der deutsche Automarkt ist nach dem schwachen Vorjahr im ersten Quartal wieder in Schwung gekommen. Die Neuzulassungen sind in den ersten drei Monaten 2008 um knapp drei Prozent auf 736.000 Neuzulassungen gestiegen, berichtete der Verband der Automobilindustrie (VDA). Allerdings hatte im Vorjahresquartal die Mehrwertsteuererhöhung für einen Absatzeinbruch gesorgt, dadurch war der Vergleichswert besonders niedrig. Gegenüber dem besser vergleichbaren ersten Quartal 2006 gab es ein Minus von mehr als neun Prozent.

Die Autoindustrie hält an ihrer Prognose für 2008 fest und erwartet weiterhin einen leichten Anstieg der Neuzulassungen von 3,15 auf 3,2 Millionen Einheiten. Im Januar und Februar hatte der Absatz noch deutlich an Schwung gewonnen und war um 17 Prozent gestiegen, sodass der Verband vom "besten Start in ein neues Jahr seit 2003" gesprochen hatte. Im eigentlich verkaufsstarken März ließ der Aufwärtstrend vom Jahresbeginn mit einem Rückgang von 14,4 Prozent deutlich nach. Dieser Wert sei aber wegen des frühen Osterfestes verzerrt – arbeitstäglich bereinigt lägen die Neuzulassungen im März um sechs Prozent über dem Vorjahreswert. Insgesamt habe der deutsche Markt den Mehrwertsteuerschock des Jahres 2007 überwunden und sei in "robuster Verfassung", so die Einschätzung des VDA.

Die höchsten Zuwachsraten bei den Zulassungen im ersten Quartal erzielten Kleinstwagen mit 22,4 Prozent, auch die Kompaktklasse legte um 8,8 Prozent zu. Dagegen war nach Angaben des Flensburger Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) in der oberen Mittelklasse ein spürbarer Rückgang um 16,4 Prozent zu verzeichnen. Unter den deutschen Herstellern büßten Ford (minus 14,4 Prozent) und Opel (minus 5,7 Prozent) Marktanteile ein und auch der erfolgsverwöhnte Sportwagen-Hersteller Porsche musste einen Rückgang von 9,8 Prozent hinnehmen. Mit jeweils einstelligen Zuwachsraten behaupteten sich dagegen Audi, BMW/Mini, Mercedes und Marktführer VW. Bei den ausländischen Herstellern baute Renault mit einem Plus von 22,3 Prozent in den ersten drei Monaten seine Position als stärkste Marke aus. Der über viele Jahre stark wachsende Toyota-Konzern verbuchte dagegen einen Rückgang um 22,4 Prozent.

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