Autohaus

Neuzulassungen Mai 2009

— 03.06.2009

Stempeln im Sekundentakt

384.578 Neuwagen rollten im Mai 2009 auf deutsche Straßen, das sind rund 40 Prozent mehr als 2008. Mit 568.000 Bestellungen sind die Hersteller in den kommenden Monaten gut ausgelastet.

Gegenüber dem Vorjahresmonat 39,7 Prozent im Plus – an solche Jubelmeldungen hat sich die Autobranche längst gewöhnt. Auch die Erklärungsversuche für das wirtschaftliche Dauerhoch klingen Monat für Monat identisch: Mal wieder kommt der Verband der Automobilindustrie (VDA) zu dem Schluss, dass die Neuordnung der Kfz-Steuer in Verbindung mit der Abwrackprämie das Geschäft massiv belebe. Insgesamt wurden im Mai 384.600 Einheiten in Deutschland neu zugelassen – das war der höchste Mai-Wert nach dem Wiedervereinigungsboom 1991. Weil – nicht zuletzt dank Abwrackprämie – noch 568.000 Bestellungen für die kommenden Monate vorliegen, sind die Hersteller auf dem Heimatmarkt gut ausgelastet.

Hyundai fährt 146 Prozent im Plus

Seit Jahresbeginn stiegen die Anmeldungen im Inland um 23 Prozent auf gut 1,6 Millionen Fahrzeuge. Der Marktanteil der deutschen Hersteller kletterte laut VDA wieder um fünf auf 66 Prozent, die Quote der privaten Zulassungen war mit 69,5 Prozent besonders hoch. Das Führungstrio im Mai 2009 bilden Renault/Dacia (plus sieben Prozent), Skoda (plus 4,9 Prozent) und Fiat (plus 4,5Prozent). Den größten Sprung machte Hyundai mit einem Absatzplus von 146 Prozent gegenüber Mai 2008. Bei den deutschen Herstellern sind VW (plus 60,2 Prozent), Opel (plus 57,1 Prozent) und Ford (plus 48,3 Prozent) auf Wachstumskurs. Mercedes (minus 2,4 Prozent), BMW (minus 6,7 Prozent) und Audi (minus 5,1 Prozent) gingen mit einem Minus in die Monatsbilanz ein.

Minis legen 140 Prozent zu

Die Nachfrage nach kleineren Autos ist ungebrochen. Es gab deutliche Zuwächse in den Segmenten Mini (plus 140 Prozent), Kleinwagen (plus 92,7 Prozent) und Kompaktklasse (plus 55,7 Prozent). Die Oberklasse (minus 26,4 Prozent) und die Obere Mittelklasse (minus 13,3 Prozent) fahren zurzeit mit angezogener Handbremse. Geländewagen sind dagegen weiterhin gefragt (minus 5,8 Prozent). Der Dieselanteil lag bei 27,1 Prozent der Neufahrzeuge. Im Trend lagen mit rund 1000 Zulassungen Autos mit Erdgasantrieb (plus 46,8 Prozent). Sorgenkind bleibt der Export, wenn auch mit leichtem Aufwärtstrend: Die Bestellungen aus dem Ausland, die im bisherigen Jahresverlauf um 28 Prozent zurückgegangen sind, lagen im Mai nur noch bei minus 17 Prozent. In den nächsten Monaten könnte sich die Auslandsnachfrage laut KBA aufgrund der "leicht verbesserten Konsumentenstimmung" weiter stabilisieren.

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