VW Passat US-Modell

Neuzulassungen USA April 2014

— 02.05.2014

VW-Krise hält an

Alle deutschen Autobauer haben im April 2014 in den USA kräftig zugelegt. Nur VW schwächelt weiter und verliert erneut mehr als acht Prozent.

(dpa/sb) Die deutschen Autohersteller haben im April 2014 in den USA fast durchweg kräftig abgesahnt. Bis auf VW glänzten alle Hersteller mit Rekorden oder zumindest deutlich gestiegenen Verkäufen. Die Wolfsburger müssen weiter auf die Wende in den USA warten. Ihre Verkäufe sackten um 8,4 Prozent auf 30.831 Fahrzeuge ab. Das war der dreizehnte Rückgang in Folge. Seit Januar liegen die Verkäufe um 10,4 Prozent unter den ersten vier Monaten des Vorjahres. Zuletzt waren die Verkaufszahlen im März 2013 gestiegen. Konzernchef Martin Winterkorn hatte jüngst gesagt, man werde sich dem US-Markt künftig stärker widmen. Als ein Grund für die Verkaufsflaute gilt, dass die Wolfsburger ihre Modelle in den USA nicht schnell genug überarbeiten. Bei den Volkswagen-Töchtern lief das Geschäft hingegen besser. So bescherte der neue A3 Audi den besten April aller Zeiten. Von dem Fahrzeug wurden bereits im ersten Monat mehr als 2000 Stück verkauft. Insgesamt setzten die Ingolstädter 15.653 Autos ab, das waren 19 Prozent mehr als im April 2013. Damit verkauften die Ingolstädter den 40. Monat hintereinander mehr Fahrzeuge. Porsche raste ebenfalls zu einem Rekord. Mit 4072 Stück (plus ein Prozent) verkaufte der Sportwagenbauer soviel Fahrzeuge wie noch nie in den USA. Zugpferd bleibt das SUV-Modell Cayenne, das für fast die Hälfte der Verkäufe sorgte.
Die beliebtesten Autos 2013

Auch Daimler legte eine Rekordfahrt hin. Die Stuttgarter setzten 29.329 Fahrzeuge ab, ein Plus von 12,1 Prozent. Soviel hatte das Unternehmen noch nie in einem April verkauft. Von den Autos der Marke Mercedes schlugen die Stuttgarter mit 25.887 rund 9,5 Prozent mehr los als im April 2013. BMW konnte zumindest bei seiner Kernmarke ein deutliches Plus einfahren. Hier legten die Verkäufe um 8,5 Prozent auf 25.202 Neuwagen zu. Der Absatz des Mini brach wegen eines Modellwechsel hingegen um 24,1 Prozent auf 4390 ein. Konzernweit konnten die Münchener damit ein Plus von 2,0 Prozent auf 29.592 Fahrzeuge einfahren.

Gegen die heimischen Platzhirsche konnten die Deutschen mit ihren Stückzahlen naturgemäß nicht ankommen, allerdings zeigten sich Experten mit den Steigerungsraten der US-Hersteller teilweise unzufrieden. So sanken bei Ford die Verkäufe um 0,8 Prozent auf 210.355 Stück. Experten hatten hingegen mit einem Plus von 3,1 Prozent gerechnet. Fiat Chrysler steigerte den Absatz zwar um 14 Prozent auf 178.652 Stück, was das beste Ergebnis in einem April seit 2007 bedeutet. Analysten waren aber von einem Anstieg um 16 Prozent ausgegangen. Beim größten Autobauer General Motors legten die Verkäufe hingegen überraschend deutlich um 6,9 Prozent auf 254.076 Stück zu. Bei der Opel-Mutter hatten Experten nur ein Plus von 5,7 Prozent vorhergesagt. Der Markt insgesamt legte um acht Prozent auf 1,4 Millionen Wagen zu.

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