Toyota Händler USA

Neuzulassungen USA August 2010

— 02.09.2010

Chrysler im Glück

Der Automarkt in den USA kämpfte im August 2010 mit einem Neuzulassungs-Minus von 21 Prozent. Überaschung: Chrysler verbuchte dagegen ein Plus von sieben Prozent.

(dpa) Die US-Autoverkäufe sind im August 2010 gegenüber dem Vorjahresmonat gesunken. Branchenweit gingen die Verkäufe nach Daten des Marktforschers Autodata um 21 Prozent auf knapp eine Million Einheiten zurück. Grund ist der hohe Vergleichswert aus dem Vorjahr: Im August 2009 hatte die US-Version der Abwrackprämie scharenweise Neukunden in die Autohäuser getrieben. Deshalb kam es nun zu starken Einbußen. Vom allgemein negativen Trend konnten sich jedoch vor allem die deutschen Oberklasse-Hersteller abkoppeln. Überraschungssieger war zudem Chrysler: Der vom italienischen Konzern Fiat kontrollierte kleinste der drei großen US-Hersteller fuhr ein Verkaufsplus von sieben Prozent ein.

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Schwer tat sich BMW auf dem US-Markt. Die Verkäufe der Kernmarke legten zwar um 1,6 Prozent auf 19.540 Fahrzeuge leicht zu, wie das Unternehmen am 1. September 2010 mitteilte. Der Gesamtabsatz der BMW Group litt aber unter den schwachen Zahlen der britischen Kleinwagentochter Mini, deren Absatz um mehr als 13 Prozent auf 4425 Wagen sank. Europas größter Autobauer Volkswagen musste im August einen Verkaufsrückgang hinnehmen. Mit 22.855 Wagen wurden knapp acht Prozent weniger verkauft als im Vorjahresmonat. Die VW-Verantwortlichen verwiesen auf den Effekt der US-Abwrackprämie und versprachen erneute Steigerungen in den nächsten Monaten.

Neuzulassungen USA Juli 2010

Bei Audi betrug das Plus 14 Prozent auf knapp 9200 Autos. Mercedes-Benz verbuchte ein Absatzplus von rund 15 Prozent auf fast 20.000 Wagen. Besonders gefragt waren die Modelle der C- und E-Klasse. Smart bleibt in den USA dagegen ein Flop: Nur 448 fortwo wurden im August ausgeliefert, mehr als 72 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Porsche legte vor allem dank der neuen Generation des Cayenne zu. Mehr als 50 Prozent betrug der Zuwachs beim Cayenne. Insgesamt kauften die Amerikaner mit 2032 Porsche ein Drittel mehr als noch im Vorjahresmonat.

Der US-Branchenprimus General Motors (GM) verlor im Vergleich mit dem Vorhahr elf Prozent der Verkäufe und setzte knapp 185.000 Fahrzeuge der Marken Chevrolet, Buick, GMC und Cadillac ab. Rechnet man die Verluste durch die aufgegebenen Marken hinzu, lag der Verlust sogar bei knapp 25 Prozent. Die Traditionsschmiede Ford musste ebenfalls Federn lassen. Der Absatz der drei Marken Ford, Lincoln und Mercury ging zusammengenommen um elf Prozent zurück auf 157.500 verkaufte Autos. Chrysler konnte sich von der allgemeinen Talfahrt der US-Konkurrenten absetzen und legte auf fast 100.000 verkaufte Wagen zu. Der in Auburn Hills ansässige frühere Daimler-Partner verzeichnete damit den fünften Monat in Folge eine Absatzsteigerung im Jahresvergleich.

Hart erwischt wurde dagegen Toyota. Der Weltmarktführer musste in den USA im August ein Minus von mehr als einem Drittel wegstecken. Auch die japanischen Konkurrenten Honda, Nissan, Mazda, Suzuki und Mitsubishi litten. Sie alle hatten 2010 zu den Gewinnern der Abwrackprämie gezählt.

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