USA

Neuzulassungen USA Dezember 2009

— 08.01.2010

Versöhnliches Finale

Der US-Markt für Pkw erholt sich zum Jahresende wieder. Im Dezember 2009 ging es für viele Hersteller bergauf. Besonders die deutschen und japanischen Händler konnten Zuwächse verzeichnen.

(dpa/sb) Ist die Krise auf dem US-Automarkt zu Ende? Es scheint so: Im Dezember 2009 zogen die Verkäufe nach teils katastrophalen Vormonaten wieder an. Besonders die deutschen und japanischen Hersteller standen in der Gunst der Kunden weit oben. Als einzigem der drei US-Autobauer gelang es Ford, mehr Wagen als im Vorjahreszeitraum zu verkaufen. Mit 184.655 Fahrzeugen stieg der Absatz im Vergleich zum Vorjahresmonat um fast ein Drittel. Zum besten Monatsergebnis seit Mai 2008 trugen alle Konzernmarken bei. Im Gesamtjahr 2009 verzeichnete Ford jedoch ein Minus von 15,4 Prozent auf rund 1,68 Millionen verkaufte Wagen. Gemeinsam mit Ford konnte Toyota die höchsten Zuwächse verzeichnen. Beide Unternehmen legten um jeweils fast ein Drittel zu. Allerdings schwächelten die Verkäufe aller Hersteller im Vergleichsmonat wegen der Wirtschaftskrise bereits. Die Toyota-Verkäufe legten im Dezember um mehr als 32 Prozent auf 187.860 Fahrzeuge zu. Im Gesamtjahr 2009 musste Toyota wie viele andere Hersteller einen deutlichen Absatzeinbruch hinnehmen. Die Verkäufe gingen um gut ein Fünftel auf knapp 1,8 Millionen Fahrzeuge zurück.

BMW verliert 2009 über 20 Prozent

VW und dessen Tochter Audi verkauften immerhin noch 16 Prozent beziehungsweise 17,1 Prozent mehr Autos. Die Stückzahlen liegen mit gut 20.387 beziehungsweise 9030 allerdings deutlich unter denen der genannten Konkurrenten aus Japan oder den USA, die zwischen 180.000 und 190.000 Wagen im Dezember absetzten. Im Gesamtjahr 2009 verbuchte Audi in den USA allerdings einen Absatzrückgang. Die Verkäufe gingen um 5,7 Prozent auf 82.716 Autos zurück. Für VW ergab sich im Gesamtjahr jedoch ein Absatzrückgang von 4,3 Prozent auf 213.454 Autos. BMW hat im Dezember ein deutliches Absatzplus erzielt. Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Verkäufe um über neun Prozent auf 23.617 Wagen. Dabei ging der Zuwachs allein auf das Konto der Kernmarke BMW, die um 11,5 Prozent auf 20.128 Wagen zulegte. Mini verlor 2,2 Prozent auf 3489 Autos. Insgesamt sanken die BMW-Verkäufe um über 20 Prozent auf 241.727 Fahrzeuge. Mercedes legte um 8,2 Prozent auf 20.025 Autos zu, das Gesamtjahr 2009 endete mit einem Minus von 15 Prozent auf 190.604 Fahrzeuge. Smart verlor im Gesamtjahr 41 Prozent und verkaufte nur noch 15.595 Kleinwagen, im Dezember verlor Smart gar 63 Prozent auf 863 Autos. Porsche hat im Dezember in den USA fast genauso viele Fahrzeuge verkauft wie im Vorjahresmonat. Der Absatz belief sich auf 2118 Exemplare nach 2154 Autos vor einem Jahr. Im Gesamtjahr gingen die Verkäufe jedoch um 24 Prozent auf 19.696 Fahrzeuge zurück.

Lichtblick für GM und Chrysler

Immer noch leichte Verluste mussten die beiden anderen großen US-Hersteller General Motors (GM) und Chrysler verkraften. Allerdings konnten die Sorgenkinder die Rückgänge eindämmen. GM büßte sechs Prozent ein, verkaufte aber mit fast 209.000 Stück immer noch die meisten Autos in den Vereinigten Staaten. Dabei profitierte der Konzern vom Ausverkauf bei den aufgegebenen Marken Pontiac und Saturn. Chrysler verlor vier Prozent auf knapp 90.000 Fahrzeuge. Aufs Gesamtjahr gerechnet sieht der Rückgang der Verkäufe aber immer noch dramatisch aus, trotz der US-Abwrackprämie "Cash for Clunkers". GM brachen knapp 30 Prozent der Bestellungen weg, bei Chrysler waren es 36 Prozent.

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