US-Flagge

Neuzulassungen USA im Mai 2011

— 03.06.2011

Deutsche trotzen dem Negativ-Trend

Der Absatzboom bei Neuwagen in den USA ist vorbei. Wirtschaftliche Unsicherheit minderte im Mai 2011 die Lust auf große Ausgaben. Die deutschen Hersteller profitierten jedoch davon.

(dpa/cj) Die deutschen Autobauer haben sich im Mai 2011 erfolgreich gegen die eingetrübte Stimmung am US-Automarkt gestemmt. Während die Platzhirsche wie General Motors und Ford weniger Wagen verkauften, legten VW, BMW, Daimler & Co. zu. Die Platzhirsche General Motors und Ford verloren dagegen, genauso wie die immer noch unter dem Erdbeben in der Heimat leidenden japanischen Branchenriesen Toyota, Honda und Nissan. Vor allem die spritschluckenden Pick-up-Trucks und schweren Geländewagen aus amerikanischer Produktion ließen die Kunden in Zeiten hoher Benzinpreise links liegen. Die Japaner konnten schlicht nicht liefern.

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Dagegen stiegen die sparsameren Personenwagen in der Gunst der US-Autofahrer. Die Pkw sind zudem günstiger in der Anschaffung, was den Amerikanern entgegenkommt. Denn die Verbraucher haben das Vertrauen in den Wirtschaftsaufschwung verloren und schrecken wieder vor großen Investitionen zurück. Insgesamt büßte der US-Automarkt nach Daten des Marktforschers Autodata im Mai fast vier Prozent auf weniger als 1,1 Millionen Fahrzeuge ein. Der Boom der Vormonate war mit einem Schlag vorbei.

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Die deutschen Hersteller indes konnten ihre Verkäufe nach Angaben des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) um 18 Prozent auf mehr als 90.600 Autos steigern. Vor allem Volkswagen legte kräftig zu und erzielte das beste Ergebnis seit mehr als sieben Jahren. Mit einem Marktanteil von annähernd acht Prozent gehören VW, BMW oder Mercedes aber immer noch zu den Nischenanbietern. Die Platzhirsche sind GM und Ford. Wegen der Lieferschwierigkeiten bei Toyota schob sich der dritte große Autokonzern Chrysler nach langer Zeit wieder in die Spitzengruppe. Beim Marktführer General Motors gingen die Verkäufe nach zuletzt prozentual zweistelligen Zuwächsen im Mai um ein Prozent auf 221.200 zurück. Kaum besser erging es Ford. Hier fielen die Verkäufe – wenn auch nur um wenige Autos – auf 192.100. Einzig Chrysler konnte von den Dreien seinen Absatz um zehn Prozent auf annähernd 115.400 Wagen erhöhen.

Umdenken in den USA

Gegen VW sah aber auch Chrysler alt aus: Die Wolfsburger wurden von ihrer Kernmarke 30.100 Neuwagen los – das sind 28 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Vor allem der Jetta verkauft sich dank seines Kampfpreises von knapp 16.500 Dollar (11.400 Euro) plus Steuern weiter blendend. Die Hoffnungen ruhen nun vor allem auf dem neuen US-Passat und dem Beetle, die beide mit kleinen Preisschildern im Herbst auf den nordamerikanischen Markt kommen. Auch die anderen deutschen Autobauer legten im Mai in den USA zu. Die VW-Tochter Audi steigerte ihren Absatz um 14 Prozent auf 10.500 Wagen. Daimler legte bei der Marke Mercedes-Benz um sechs Prozent auf 20.300 Fahrzeuge zu, BMW verkaufte insgesamt annähernd 26.500 Autos – ein Plus von 20 Prozent. Vor allem beim Kleinwagen Mini gab es Zuwächse. Porsche setzte dem Ganzen die Krone auf mit 2800 Wagen, was ein Plus von 50 Prozent bedeutete.  

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