VW Jetta Clean TDI

Neuzulassungen USA Juli 2009

— 04.08.2009

Die Prämie wirkt

Die gerade eingeführte Abwrackprämie scheint den US-Markt 2009 zu beflügeln. Der Juli war der bisher beste Monat für die gebeutelte Autoindustrie. Einer der Gewinner: der VW Jetta.

(rtr/sb) Auf dem gebeutelten US-Automarkt hat die staatliche Abwrackprämie für erste Lichtblicke gesorgt. Im Juli wurden dort so viele Autos verkauft wie bisher in keinem Monat dieses Jahres. Auf das Jahr hochgerechnet stiegen die branchenweiten Verkäufe laut Analysten damit wieder über elf Millionen Fahrzeuge. So meldete Ford das erste Umsatzplus auf dem heimischen Markt seit mehr als anderthalb Jahren. Auch Volkswagen berichtete von positiven Effekten der Abwrackprämie: Die Verkäufe der Wolfsburger zogen im Juli leicht an – vor allem der Jetta war gefragt. Chrysler bremste seine Talfahrt. Weiter bergab ging es dagegen beim Absatz von Daimler, BMW und Porsche sowie bei GM und Toyota. Mit dem am 24. Juli in Kraft getretenen Programm "Cash for Clunkers" will die US-Regierung die Verbraucher zum Kauf neuer, sparsamerer Autos anhalten. Für "Rostlauben" gibt es bis zu 4500 Dollar.

Daimler, BMW und Porsche schwächeln

Ford setzte auf dem Heimatmarkt rund 165.000 Fahrzeuge ab – gut zwei Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Es war der erste Zuwachs seit November 2007. Volkswagen lieferte in den USA im vergangenen Monat knapp 20.6000 Autos aus – ein Plus von 0,7 Prozent. Chrysler verbuchte zwar einen Rückgang von 9,4 Prozent auf 88.900 Wagen. Aber damit bremste das Unternehmen zumindest den Abwärtstrend, denn das Minus in den ersten sieben Monaten liegt bei knapp 42 Prozent. Einen deutlichen Rückgang im Juli verzeichnete hingegen Daimler: Von ihren Modellen der Marken Mercedes-Benz und Smart brachten die Stuttgarter 24,2 Prozent an die US-Kunden als im Juli 2008. Mit gut 17.600 Fahrzeugen verkauften sie aber mehr als in jedem anderen Monat dieses Jahres. Noch deutlicher war das Minus bei BMW: Der Konzern verkaufte im Juli knapp 21.300 Fahrzeuge und damit 26,7 Prozent weniger als vor Jahresfrist. Der Konzern habe nicht von der US-Abwrackprämie profitiert, teilte BMW mit.

Zwei Milliarden Dollar zusätzlich

Enttäuscht zeigte sich Porsche vom Absatz auf seinem größten Markt, den USA: ein Minus von 51 Prozent auf 1544 Fahrzeuge. Hoffnungen setzt der Sportwagenhersteller jetzt auf die Markteinführung des neuen "Panamera" im Oktober. Bei General Motors ging der Absatz im Vergleich zum Vorjahresmonat um fast ein Fünftel auf knapp 190.000 Fahrzeuge zurück. Toyota verkaufte rund 175.000 Fahrzeuge und damit gut elf Prozent weniger als vor Jahresfrist. Der US-Regierung zufolge stammt fast die Hälfte der 80.500 Fahrzeuge, die bislang offiziell im Rahmen der Abwrackprämie verkauft wurden, von den heimischen Herstellern Ford, GM und Chrysler. Größter Verkaufsschlager war der Ford "Focus". Die Regierung und die Autobranche schätzen, dass fast 250.000 Autos mit der Prämie verkauft wurden. Eine aktuelle Statistik hat sich verzögert. Für die nach europäischem Vorbild organisierte Abwrackprämie waren in den USA ursprünglich eine Milliarde Dollar vorgesehen. Im Laufe der Woche sollte der US-Senat aber über eine Ausweitung des Programms abstimmen. Das Repräsentantenhaus hatte bereits zusätzliche zwei Milliarden Dollar genehmigt.

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