Toyota Händler USA

Neuzulassungen USA Juli 2010

— 04.08.2010

Deutsche sahnen ab

Der US-Automarkt verliert an Fahrt. Während die US-Autobauer schwächeln, sahnen die Deutschen ab. Nach schweren Zeiten gibt Porsche wieder richtig Gas in den USA.

(dpa/sb) Die großen US-Autobauer schwächeln in der Heimat. Das haben die deutschen Rivalen für sich ausgenutzt. Sie verkauften im Juli 2010 teils deutlich mehr Autos als im Vorjahresmonat. Der US-Automarkt hat den zweiten Monat in Folge an Schwung verloren. Um vergleichsweise magere fünf Prozent legten die Verkäufe im Juli 2010 zu, wie der Marktforscher Autodata errechnet hat. Eine gute Million Wagen wechselten den Besitzer. Der Grund für das schwache Wachstum lag in der Zurückhaltung der Firmenkunden, die zu Jahresbeginn den Aufschwung auf dem US-Automarkt getragen hatten. Die Verkaufszahlen waren seit Februar durchgängig prozentual zweistellig gestiegen. Dafür griffen jetzt verstärkt die Privatkunden zu – und die entschieden sich in vielen Fällen für die vergleichsweise teuren deutschen Autos.

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Vor allem Porsche brauste mit Vollgas davon. Die Zuffenhauser legten das beste Ergebnis binnen zwei Jahren hin und setzten mit rund 2700 Autos drei Viertel mehr Fahrzeuge ab. Verkaufsschlager waren der Geländewagen Cayenne, knapp gefolgt von der Limousine Panamera. Beliebteste deutsche Marke in den Vereinigten Staaten war VW mit knapp 23.900 verkauften Autos, ein Plus von 16 Prozent. BMW konnte mit seiner Stammmarke im gleichen Maße auf fast 19.100 Autos zulegen. Es folgten Mercedes-Benz mit einem Zuwachs von sieben Prozent auf 17.400 Pkw und Audi mit einem Sprung um 22 Prozent auf 7800 Autos. Die Kleinwagen-Töchter Mini und Smart verloren dagegen weiter an Boden. Mit der wirtschaftlichen Erholung greifen viele US-Amerikaner wieder zu den großen Geländewagen und Pick-ups. Jeder zweite in den Staaten verkaufte Wagen ist ein solches Dickschiff. Ihre Verkäufe legten nach den Autodata-Zahlen um fast 18 Prozent zu, während die Pkw fünf Prozent verloren.

Neuzulassungen USA Juni 2010

Im Juli mussten sich die "Big Three" aber insgesamt mit Verkaufszuwächsen zwischen drei Prozent (Ford) und fünf Prozent (General Motors, Chrysler) begnügen. Die großen japanischen Hersteller Honda und Toyota büßten sogar um zwei bis drei Prozent ein. Ohne einen zusätzlichen Verkaufstag im Vergleich zum Vorjahresmonat wären die Zahlen wohl noch schlechter ausgefallen. Die fünf Konzerne stehen für mehr als die Hälfte der gesamten Autoverkäufe in den USA. Alleine Marktführer GM setzte im Juli mit 199.700 Wagen mehr Autos ab als alle Deutschen zusammen. Die einzigen, die den Amerikanern von den Stückzahlen her in der Heimat Paroli bieten können, sind die asiatischen Autohersteller. Unter den kleineren Vertretern konnten Nissan, Mazda, Mitsubishi, Subaru, Kia und Hyundai zulegen. Verlierer war Suzuki, das weniger als 2000 Autos verkaufte.

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