Neuzulassungen USA Juni 2012

— 06.07.2012

Absatz brummt in Amerika

In den USA stiegen die Pkw-Verkäufe im Juli 2012 um satte 22 Prozent. Damit wird der US-Markt zur Stütze der deutschen Autobauer, die allesamt mehr Autos absetzten als im Vorjahr.

(rtr/sb) Mit enormen Wachstumsraten erweist sich der US-Automarkt zunehmend als Stütze für die deutschen Pkw-Hersteller. Während in den meisten westeuropäischen Ländern wegen der Schuldenkrise und der hohen Arbeitslosigkeit wenig neue Autos verkauft werden, stieg der Pkw-Absatz im Juni 2012 in den USA überraschend stark um 22 Prozent. Niedrige Zinsen, sinkende Benzinpreise und das hohe Durchschnittsalter ihrer Autos von mehr als zehn Jahren trieben die Amerikaner in die Verkaufshäuser. Neben den großen US-Autobauern GM und Ford sowie der von Fiat gelenkten US-Marke Chrysler verkauften auch die deutschen Hersteller VW, Porsche und Daimler deutlich mehr Pkw als vor Jahresfrist. Am deutlichsten fiel das Plus jedoch für den japanischen Hersteller Toyota nach besonders schwachen Vorjahreszahlen aus.

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Vom Boom am US-Mark im Juni profitierten erneut auch die deutschen Hersteller. VW fuhr mit einem Absatzplus von 34 Prozent auf 38.200 Einheiten im Juni den größten Zuwachs der deutschen Hersteller ein. Europas Branchenprimus profitiert von dem Erfolg des speziell auf den US-Geschmack abgestimmten Passat. Auch der Jetta verkauft sich gut. Tochter Audi steigerte den Absatz um 26 Prozent auf 12.700 Autos. Porsche schaffte ein Verkaufsplus von 18 Prozent auf rund 3000 Fahrzeuge. Daimler brachte von seiner Kernmarke Mercedes-Benz 25.388 Autos an den Mann, ein Plus von 12,5 Prozent. Mit einem Absatzplus von lediglich 3,2 Prozent blieb der Münchener Rivale BMW Schlusslicht beim Wachstum.

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Über den besten Monat seit September 2008 freute sich der größte US-Hersteller GM. Die Opel-Mutter verkaufte im Juni 248.800 Wagen der Marken Buick, Cadillac, Chevrolet und GMC – das sind 16 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der zweitgrößte US-Hersteller Ford brachte gut 208.000 Wagen an die Kunden – das ist ein vergleichsweise bescheidenes Plus von sieben Prozent. Für den gebeutelten Autobauer Fiat ist die Tochter Chrysler ein wichtiger Ausgleich. Chrysler erhöhte den Absatz im Juni um 20 Prozent auf rund 145.000 Autos und damit leicht stärker als von Analysten erwartet. Am stärksten legte aber Toyota zu – mit 60 Prozent auf knapp 188.000 Autos. Jedoch war der Vorjahresabsatz infolge der schweren Erdbebenkatastrophe in Japan sehr niedrig. Von den Rekorden der Zeit vor der Krise 2009, in der die Opel-Mutter GM und Chrysler mit Hilfe des US-Staates vor dem Aus gerettet werden mussten, ist der US-Markt zwar noch weit entfernt. Doch mit geschätzten 14,1 Millionen verkauften Fahrzeugen in diesem Jahr könnte das beste Ergebnis seit 2007 erreicht werden. Zwischen 1998 und 2007 wurden in den USA im Schnitt jährlich rund 16,7 Millionen Fahrzeuge abgesetzt.

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