Fotomontage USA

Neuzulassungen USA Mai 2008

— 05.06.2008

Deutsche trotzen dem Trend

Frühlingsgefühle waren auf dem US-Markt im Mai 2008 Mangelware. Trotzdem schnitten die deutschen Autobauer überwiegend gut ab. Sie steigerten ihren Absatz insgesamt um vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Wachsen gegen den Trend, und das auf dem hart umkämpften Markt in den USA, deutsche Autobauer werden das gerne hören. Während die US-Hersteller und auch Toyota im Mai 2008 durchweg Absatzverluste hinnehmen mussten, konnten die Karossen aus "good old Germany" bis auf Porsche und Audi zulegen. Sowohl VW als auch Mercedes konnten 0,1 Prozent mehr Autos verkaufen, BMW profitierte vor allem von der Tochter Mini und steigerte sich um 3,1 Prozent. VW verkaufte im Mai wie im Vorjahr rund 22.000 Autos in den USA. Während beim wichtigsten Modell Jetta der Absatz um ein Fünftel auf 8.300 Wagen einbrach, legte das zweitwichtigste Modell Passat um knapp 19 Prozent auf 3.700 Fahrzeuge zu. Dank der starken Nachfrage nach dem Mini stieg der US-Absatz von BMW insgesamt auf 31.800 Fahrzeuge. Den Zuwachs verdankte BMW aber ausschließlich dem Mini, dessen Absatz um mehr als 50 Prozent auf 6.312 Autos in die Höhe schnellte. Die Marke BMW setzte mit knapp 25.500 Autos dagegen 4,6 Prozent weniger ab als vor einem Jahr.

Smart frischt die Daimler-Bilanz auf, die US-Troika schwächelt

Mercedes stagniert, aber die Tochter Smart rettet die Bilanz: Zu 21.785 verkauften Autos der Marke Mercedes kamen im Mai 2.695 Smart hinzu. Insgesamt legte der Absatz dadurch trotz stagnierender Mercedes-Verkäufe um 12,4 Prozent auf 24.480 Fahrzeuge zu. Bis Ende Mai wurden von dem Zweisitzer in den USA insgesamt 8.854 Fahrzeuge ausgeliefert. Weniger gut lief es für Porsche: Die Zuffenhausener verkauften nur noch 2.800 Sport- und Geländewagen, 19 Prozent weniger. Während der Cayenne um vier Prozent auf 1.244 Auslieferungen zulegte, sank der Absatz des 911 um fast ein Drittel auf 901, der Boxster-Absatz um ein Fünftel auf 859 Auslieferungen. Audi verbuchte mit mit 8.500 Autos 2,9 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Insgesamt steigerten die deutschen Hersteller ihre Verkäufe im Mai 2008 laut des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) um vier Prozent, in den ersten fünf Monaten betrug der Zuwachs ein Prozent. Insgesamt gingen die Verkäufe der so genannten Light-Vehicles binnen Jahresfrist um acht Prozent zurück.

Die US-Konkurrenten General Motors (GM), Ford und Chrysler verzeichneten dagegen deutliche Absatzeinbrüche. Bei Marktführer GM ging der Absatz um mehr als ein Viertel auf 272.000 Fahrzeugen zurück. Vor allem große Geländewagen und Pick-up schwächeln. Toyota konnte trotz ebenfalls sinkender Verkaufszahlen seinen Abstand zum Marktführer auf rund 15.000 Fahrzeuge verkürzen. Der Absatz der Marken Toyota und Lexus sank um 4,3 Prozent auf 257.000 Wagen. Auch Ford litt weiter unter dem schleppenden Verkauf seiner Pick-up-Trucks, insgesamt gab der Absatz um 16 Prozent auf 218.000 Neuwagen nach. Bei Chrysler schmolz der Absatz um rund ein Viertel auf 149.000 Autos.

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