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Neuzulassungen USA Mai 2009

— 03.06.2009

Flaute dauert an

Keine Entwarnung vom US-Markt: Alle Hersteller mussten im Mai 2009 im Vergleich zum Vorjahr kräftig Federn lassen. 30 Prozent Minus sind fast die Regel, Chrysler verkaufte fast um die Hälfte weniger Autos.

Von Trendwende keine Spur: Die Flaute am US-Automarkt dauert an. Auch wenn einige Autobauer den Mai bereits als besten Monats des Jahres 2009 feierten, mussten sie immer noch Absatzeinbrüche um die 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verkraften. Insgesamt schrumpfte der US-Markt um 34 Prozent auf 925.824 verkaufte Fahrzeuge, wie der Marktforscher Autodata ermittelte. Daraus errechnete das Institut einen Jahresabsatz von 9,91 Millionen Autos. Das liegt zwar etwas über der Schätzung von April, ist aber immer noch ein dramatischer Einbruch nach den 13 Millionen 2008 und mehr als 16 Millionen vergangener Jahre.

Auch Toyota im Abwärtsstrudel

Der insolvente Marktführer General Motors (GM) verkaufte mit 191.875 Autos auf seinem Heimatmarkt 29,6 Prozent weniger als im Mai 2008, aber immerhin 19.000 mehr Fahrzeuge als im April. Das sei in diesem Jahr die beste monatliche Absatzentwicklung gewesen, teilte der um das Überleben kämpfende Autobauer mit. Trotz des Insolvenz-Verfahrens hält GM an seinen Produktionsplänen fest. So sollen im zweiten Quartal (April bis Juni) nach wie vor 390.000 Autos gebaut werden nach 834.000 vor einem Jahr. Ford setzte im Mai mit 161.531 gut 24 Prozent weniger Autos als im Vorjahr. Toyota musste in den USA einen Absatzeinbruch von 38,4 Prozent auf 152.583 Fahrzeuge verkraften. Chrysler brach nach der Insolvenz sogar um knapp die Hälfte auf 79.010 Fahrzeuge ein.

Volkswagen schlägt sich wacker

Auch die deutschen Hersteller kamen im Mai aus dem Absatztief nicht heraus: Daimler verkaufte in den USA mit 16.303 Autos gut ein Drittel weniger als im Vorjahr. BMW verbuchte einen Absatzeinbruch von rund 28 Prozent auf 22.993 Fahrzeuge. Selbst die Kleinwagenmarken Mini und Smart wurden inzwischen von der Automüdigkeit der US-Amerikaner erfasst. So schrumpfte der Smart-Absatz um mehr als die Hälfte von 2695 auf 1169 Einheiten. In der BMW-Gruppe sank der Absatz der Marke Mini um 27 Prozent auf 4610 Autos. VW schlug sich verglichen mit der Konkurrenz erneut wacker und verkaufte mit 19.568 Einheiten 12,4 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Audi kam mit einem Absatzminus von 12,1 Prozent ebenfalls mit einem blauen Auge davon. Porsche setzte in Nordamerika mit 2140 Neuwagen 29 Prozent weniger Fahrzeuge ab, dennoch war es der bisher beste Monat für Porsche.

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