Handel

Neuzulassungen weltweit Februar 2008

— 13.03.2009

Dickes Minus

Die Abwrackprämie in Deutschland reicht nicht, um die Gesamtbilanz bei den Zulassungen in Europa zu retten. Insgesamt gab es ein sattes Minus von 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

In Deutschland sorgte die Abwrackprämie für einen Boom bei den Pkw-Neuzulassungen im Februar. Satte 22 Prozent mehr Verkäufe lassen Autohändler jubeln. Doch das reicht nicht, um die europäische Bilanz auftzuhellen: In Europa verfehlte der Pkw-Absatz im Februar trotz zahlreicher Unterstützungprogramme in zwölf Ländern mit 968.200 Pkw das Vorjahresniveau um 18 Prozent. Die Verkäufe in Westeuropa gaben um 17 Prozent auf 902.100 Pkw nach und wurden dabei vor allem durch das Ergebnis in Deutschland gestützt, teilt der Verband der Automobilindustrie (VDA) mit. Dagegen mussten die Volumenmärkte in Großbritannien (- 22 Prozent), Italien (- 24 Prozent) sowie Spanien (- 49 Prozent) starke Rückgänge in Kauf nehmen.

Deutsche Hersteller steigern Marktanteil

In Frankreich (- 13 Prozent) fiel der Rückgang vergleichsweise niedrig aus. Hier profitieren die Käufer ebenfalls von einer Verschrottungsprämie, die mit 1000 Euro jedoch geringer als in Deutschland ausfällt. Die deutschen Hersteller konnten ihre Position in Westeuropa zu Jahresbeginn ausbauen und steigerten ihren Marktanteil um einen Prozentpunkt auf annähernd 47 Prozent. In den neuen EU-Ländern gab die Nachfrage im Februar im Vergleich zum Vorjahresmonat um 30 Prozent nach; lediglich in Polen (+ sieben Prozent) wurde ein leichter Zuwachs erzielt.

Selbst Toyota schwächelt

Auch in den anderen Industrieländern hielt die Talfahrt des Pkw-Absatzes im Februar weiter an. In den USA lag der Absatz im Februar mit 687.400 Fahrzeugen 41 Prozent unter dem Vorjahr. Die deutschen Hersteller konnten sich vergleichsweise gut behaupten und steigerten ihren Anteil um knapp zwei Prozentpunkte auf über sieben Prozent. In Japan lagen die Verkäufe im Februar mit 248.600 Pkw 24 Prozent unter dem Niveau des Vorjah­resmonats. Die Absatzkrise geht auch am größten Autobauer der Welt nicht spurlos vorüber: Toyota führt Gespräche mit der Regierung über die Möglichkeit zinsgünstiger Kredite für seine Finanzsparte und erwartet erstmals in der Unternehmensgeschichte rote Zahlen.

Erste positive Signale gab es dagegen aus den Schwellenländern zu vermelden: In China lag der Pkw-Absatz im Februar 24 Prozent über Vorjahresniveau. Nach drei rückläufigen Monaten in Folge war das der erste Nachfrageanstieg. In Indien wurden im Februar mit 145.000 Pkw 15 Prozent mehr Fahr­zeuge verkauft, das bedeutet den ersten Anstieg in den vergangenen fünf Monaten. In Brasilien wurde im Februar mit 191.300 Fahrzeugen ein stabiles Absatzergebnis erreicht. Die deutschen Hersteller verkauften im Februar neun Prozent mehr Fahrzeuge und steigerten damit ihren Marktanteil um zwei Prozentpunkte auf annähernd 25 Prozent. In Russland dagegen lagen die Pkw-Neuzulassungen im Februar 38 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die deutschen Hersteller verkauften im Februar lediglich 13 Prozent weniger Autos. Damit steigerten sie ihren Anteil auf dem russischen Markt um fünf Prozentpunkte auf 20 Prozent.

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