Neuzulassungen weltweit Mai 2011

Neuzulassungen weltweit Mai 2011

— 17.06.2011

EU legt zu

Der EU-weite Automarkt hat im Mai 2011 leicht zugelegt, Deutschland zählt zu den Gewinnern. Das dickste Plus verzeichnen aber Schwellenländer wie China und Russland.

(rtr) Aufatmen bei den Autoherstellern in Europa: Nach monatelanger Abstinenz sind im Frühsommer 2011 die Autokäufer in die Schauräume der Händler zurückgekehrt. Im Mai legten die Neuzulassungen in der EU um sieben Prozent auf 1,2 Millionen Pkw zu, wie der europäische Herstellerverband ACEA am 17. Juni in Brüssel bekannt gab. Unter den fünf größten Ländern stieg der Absatz besonders stark in Deutschland, wo 22 Prozent mehr Fahrzeuge auf die Straße rollten als noch vor einem Jahr. Dagegen brachen die Autoverkäufe in Spanien um 23 Prozent ein – spanischen Verbraucher sind wegen der hohen Arbeitslosigkeit und der Wirtschaftskrise verunsichert.

Überblick: Alle Neuzulassungs-Hitlisten

Seit Jahresbeginn rangieren die EU-weiten Neuzulassungen ein Prozent hinter denen des Vorjahreszeitraums. In den vergangenen Monaten verzeichneten die Hersteller lediglich im Februar ein kleines Verkaufsplus: Zu den Gewinnern im Mai zählten Volkswagen und BMW. Europas größter Autobauer verkaufte knapp 16 Prozent mehr Fahrzeuge seiner Marken VW, Audi, Skoda und Seat. BMW steigerte den Absatz um 21,4 Prozent. Auch Opel erreichte zusammen mit der Schwestermarke Vauxhall ein Zulassungsplus von mehr als 18 Prozent. Dagegen schwächelte GM-Tochter Chevrolet (minus 0,4 Prozent). Der französische Rivale Renault verkaufte im Mai acht Prozent weniger als vor einem Jahr. Auch der angeschlagene Weltmarktführer Toyota lieferte weniger aus (minus 10,6 Prozent). Die zu Toyota-Luxusmarke Lexus steigerte sich allerdings um mehr als ein Drittel.

Die Musik spielt in Schwellenländern

Der westeuropäische Pkw-Markt hat in den vergangenen Jahren zwar stetig an Bedeutung verloren, ist aber mit zuletzt 13 Millionen verkauften Einheiten immer noch sehr wichtig für die Autobauer. Die Neuzulassungen stagnierten allerdings zumeist – wenn sie nicht durch staatliche Kaufanreize angekurbelt wurden. Die Musik spielt – neben den USA – aber vor allem in Schwellenländern wie China. Inzwischen wächst auch Osteuropa wieder. In Russland schnellten die Neuzulassungen nach Angaben des deutschen Verbandes der Automobilindustrie (VDA) im Mai 2011 um 48 Prozent nach oben. Seit Januar rollten in inRussland 60 Prozent mehr Neuwagen aus den Schauräumen, weil der Staat dort eine Abwrackprämie zahlt.

In Brasilien sorgte eine höhere Kreditvergabe an Verbraucher dafür, dass der Absatz an Personenwagen und leichten Nutzfahrzeugen im Mai um ein Fünftel wuchs. Seit Jahresbeginn 2011 stieg die Nachfrage in dem südamerikanischen Land um sieben Prozent. In Indien – neben China der große Zukunftsmarkt der Automobilindustrie – erhöhte sich der Pkw-Absatz im Mai um acht Prozent und damit langsamer als zuvor. Im Jahr 2010 war der indische Markt noch um knapp ein Drittel gewachsen. Den Rückgang führte der VDA auf höhere Benzinpreise und gestiegene Zinsen für Privatkredite zurück. Auch in China verringerte sich das Wachstumstempo. Im Mai kletterten die Pkw-Verkäufe in der Volksrepublik nur noch um drei Prozent. Grund war laut VDA das Auslaufen staatlicher Subventionsprogramme sowie Lieferprobleme japanischer Hersteller, die wegen der Folgen der Erdbebenkatastrophe aus dem Tritt geraten sind. In Japan nahm der Pkw-Absatz um ein Drittel ab.

Überblick: Alle Neuzulassungs-Hitlisten

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