Nicos Pistenprotokoll

Formel 1: Da geht es lang in Silverstone

Nicos Pistenprotokoll

— 05.07.2007

Da geht es lang in Silverstone

Nico Rosberg (22) von Williams-Toyota erklärt die Formel-1-Piste exklusiv aus Fahrersicht. Diesmal: der Silverstone Circuit in England.

Für mich ist der GP Großbritannien gleich in zweierlei Hinsicht historisch. 1985 – ich war gerade erst einen Monat alt – fuhr mein Vater Keke mit einem Schnitt von 259 km/h die damals schnellste und heute immer noch zweitschnellste Quali-Runde aller Zeiten. Nur Montoya war 2002 in Monza 0,8 km/h flotter. Und 1979 holte mein Williams-Team in Silverstone seinen ersten GP-Sieg überhaupt. Der erste Sektor ist verdammt schnell. Das finde ich cool, weil es solche anspruchsvollen Kurvenkombinationen wie Becketts heutzutage kaum noch gibt. Aber gleichzeitig sind sie sauschwer zu erwischen.

Silverstone Circuit: Hier findet am 8. Juli 2007 der neunte Lauf zur WM statt.

Das Erfolgsgeheimnis? Einfach volle Pulle reinhalten. Wenn du irgendwo zögerst, verlierst du in den folgenden Kurven nur noch mehr Zeit. Ein Problem ist der heftig wehende Wind. Denn die schnellen Passagen werden in die eine, die langsamen im letzten Sektor in die andere Richtung gefahren. Die Folge: Hast du in den schnellen Kurven Übersteuern, Untersteuern dein Auto in den langsamen Ecken plötzlich. Damit wir uns darauf und auf den englischen Regen einstellen können, analysieren wir das Wetter ganz genau. Wahnsinn, wie viele Wetterseiten mein Teammanager in seiner Internet-Favoritenliste gespeichert hat. Hoffentlich hilft's.

Streckendaten: Silverstone Circuit

GP Großbritannien: 8. Juli 2007 neunter WM-Lauf, seit 1950 im GP-Kalender Länge: 5,141 km Durchschnittstempo Sieger 2006: 215,468 km Rundenrekord: 1.18,739 Min., Michael Schumacher, Ferrari, 2004 Runden/Distanz 2007: 60/308,355 km

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