Nissan 370Z Nismo MJ 2018 im Test

Nissan 370Z Nismo MJ 2018 im Test

Nissan 370Z Nismo: MJ 2018

Jetzt mit mehr Gefühl!

Nissan hat den 370Z ganz behutsam überarbeitet und dabei eine Schwachstelle abgestellt. Fahrbericht und Gebrauchtwagenberatung! 
Er ist bereits ein Klassiker unter den Neuwagen: der Nissan 370Z. Seit seiner Markteinführung 2009 hat sich am zweisitzigen Sportwagen kaum etwas geändert. Und die neuesten Überarbeitungen zum Modelljahr 2018 sind schnell aufgezählt. Beim normalen 370Z gibt es eine neue rote Metallic-Lackierung und ein neues Design für die 19-Zoll-Felgen. Die Rückleuchten sind dunkel getönt, die Innenverkleidung der Scheinwerfer sind jetzt schwarz – so wie schon zuvor beim Nismo. Die Türgriffe haben ihre Farbe von Hell- auf Dunkelgrau gewechselt. Und beim Nismo gibt's vor der mittleren Armablage nun einen Schalter, um den Kofferraum zu entriegeln. Doch die wichtigste Änderung steckt bei allen Modellen unterm Blech!

370Z jetzt mit "Hochleistungskupplung"

Wie beim Vorgänger 350Z macht auch beim 370Z schnell die Kupplung Probleme. Je nach Beanspruchung kann schon zwischen 50.000 und 100.000 Kilometern der erste Kupplungswechsel anstehen. Eine clevere Alternative sind Nachrüstungen von Zulieferer Exedy, deren Kupplung sich durch eine längere Lebensdauer und eine thermisch höhere Belastbarkeit auszeichnet. Daher hat Nissan beim Modelljahr 2018 zusammen mit Exedy eine "Hochleistungskupplung" entwickelt, heißt es in der Pressemitteilung. Sie kommt in allen Nissan 370Z mit Sechsgang-Schaltgetriebe zum Einsatz.

Äußerlich erkennt man das Modelljahr 2018 nur an den dunklen Türgriffen.

Ob sie wirklich mehr aushält, kann man erst nach einem längeren Dauertest sagen, aber nicht nach unseren rund 500 Kilometern im Testfahrzeug. Was man aber sofort feststellt: Der Druckpunkt beim MJ18 hat sich deutlich verbessert. Wo man zuvor beim Auskuppeln gefühlt eine Tür eintreten musste, arbeitet das Pedal leichtgängiger, präziser – einfach angenehmer. Und beim Einkuppeln versucht die Kupplung nicht mehr auf den letzten Zentimetern dem Fuß eine verpassen zu wollen, auch hier steckt mehr Gefühl in der Mechanik. Gerade häufiges Kuppeln im Stadtverkehr, im Stop-and-go sowie auf der Rennstrecke wird dadurch erleichtert, geht wesentlich gleichmäßiger vom Fuß. Die Gangwechsel machen nun noch mehr Spaß. 25 Prozent weniger Kraftaufwand sind laut Nissan beim Kuppeln nötig. Kurzum: Die Überarbeitung der Kupplung macht den 370Z auf seine alten Tage alltagstauglicher.

Sauger-V6 besteht WLTP

Motorseitig bleibt es beim 370Z Nismo beim 3,7 Liter großen V6 Saugmotor mit 344 PS und 371 Nm. Und daran wird sich wohl auch nichts ändern, denn – immerhin – Nissan erfüllt mit seinen 370Z-Modellen alle neuen Anforderungen des WLTP. Anders erging es da dem Subaru WRX STi, der aufgrund des WLTPs dieses Jahr eingestellt wird. Und noch eine gute Nachricht für Z-Fans. Mit dem zehnjährigen Jubiläum 2019 dürfte der 370Z sicherlich eine Sonderedition bekommen. Aber auch da darf man keine großen Änderungen erwarten. Dabei wären Apple CarPlay und Android Auto sowie eine kernige Auspuffanlage nach wie vor eine wertvolle Ergänzung. Erst recht beim stolzen Preis von 46.880 Euro für den 370Z Nismo.

Gebrauchtwagenberatung 350Z und 370Z

Gute 350Z gibt's für rund 15.000 Euro, der 370Z startet gebraucht bei 24.000 Euro. 

Günstiger wird's mit einem gebrauchten Z. Gute 370Z mit unter 80.000 auf der Uhr sind scheckheftgepflegt bereits für gut 25.000 Euro zu bekommen. Beim Nismo ist der Preisverfall stark – und so stehen Jahreswagen schon mit 34.000 Euro zum Verkauf. Beim Nismo sollte man jedoch zum Facelift ab 2016 greifen, das sich durch bessere Recaro-Sitze und ein umfangreiches Stylingpaket auszeichnet. Recht wertstabil ist der Vorgänger 350Z, den man mit unter 100.000 Kilometern zu Preisen zwischen 12.000 und 15.000 Euro empfehlen kann, wenn man keine Bastelbude mit Wartungsstau will. Der beste Wertzuwachs ist bei Modellen ab 2007 mit dem sogenannten VQ-HR-Motor mit 313 PS zu erwarten, die bei 17.000 Euro liegen. Die Schwachstellen bei 350Z und 370Z decken sich. Beim Kauf sollte man besonders auf Rost unter den Türgriffen, stumpfe Scheinwerfergehäuse sowie rostende Abgasanlagen und Kats achten. Außerdem sind viele verbastelte Z auf dem Markt und einige US-Modelle, die weniger wertstabil sind. Bei der Kaufentscheidung 350Z und 370Z sollten auch die Unterhaltskosten nicht vernachlässigt werden. 

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