Nissan 370Z Roadster RS (2017): Test

Nissan 370Z Roadster RS (2017): Test

Nissan 370Z Roadster RS (2017): Test

— 27.10.2017

Der 370Z, der kein Nismo sein darf

Der 370Z ist ein Auslaufmodell. Zum Finale bringt Nissan den streng limitierten 370Z Roadster RS mit Nismo-Teilen. AUTO BILD ist einen von 25 RS gefahren!

Einen Nissan 370Z Roadster RS sieht man nicht alle Tage, denn er ist superselten! In Anlehnung an die vor zwei Jahren prsentierte Studie 370Z Roadster Nismo Concept bringen die Japaner 2017 einen offenen 370Z mit Nismo-Bodykit in einer Kleinstauflage von 25 Stck auf den Markt. Der Clou: Der Roadster RS sieht aus wie ein Nismo, darf aber kein Nismo sein! So prangt statt des Nismo-Logos rechts neben dem Nummernschild ein RS-Symbol. Abgesehen davon wrde das Cabrio nicht nur bei Laien glatt als 370Z Roadster Nismo durchgehen. Alle Details stimmen: Schrzen, Seitenschweller, Auspuff und Felgen werden eins zu eins vom 370Z Nismo, den es nur als Coup gibt, bernommen. Optisch macht dieser 370Z Roadster richtig etwas her und erntet an der Ampel jede Menge bewundernde Blicke. Wenn die Passanten nur wssten, dass sie da gerade einen von nur 25 gebauten RS bewundern.

Nissan 370Z Nismo (2015): Fahrbericht

Keine Nismo-Behandlung im Innenraum

Optisch ist der 370Z Roadster RS ein echter Hingucker! Das Nismo-Bodykit steht dem Roadster genauso gut wie dem Coup.

Im Innenraum ist es leider schnell vorbei damit. Im Cockpit gibt es keine besonderen Details, es herrscht Serien-Tristesse. Statt Schalensitzen, Alcantara-Lenkrad und roter Details knnte der Innenraum des exklusiven Sondermodells aus jedem x-beliebigen 370Z Roadster stammen. Ich wnsche mir mehr Liebe zum Detail und die Nismo-Behandlung auch fr das Cockpit. Immerhin ist die Sitzposition gewohnt gut und sportlich niedrig, die Sitzeinstellungen und Bedieneinheiten fr Sitz- und -belftung hingegen mag fr routinierte Z-Fahrer selbsterklrend sein, Neulinge bentigen Zeit, um diese zu erkennen und zu verstehen. Die von Nissan versprochene nummerierte Plakette ist im Testwagen brigens nicht zu finden schade. Schlimmer ist, dass Nissan den 25 Kunden die Getriebe-Entscheidung abnimmt, den 370Z Roadster RS gibt es nur mit Automatik. Nicht nur, dass der Gangwahlhebel der Siebengang-Wandlerautomatik aussieht wie aus einem Nissan Maxima aus den 90er-Jahren, das Getriebe passt einfach nicht zu diesem sportlichen Roadster. Zum Cruisen ist der Automat vllig in Ordnung, soll es aber schneller vorangehen, merkt der Fahrer schnell, dass Getriebe und Auto keine harmonische Einheit bilden.

Der Motor ist Sahne, die Automatik leider nicht

Der Motor des 370Z ist spitze. In welchem Neuwagen gibt es sonst noch einen V6-Sauger?

Dass Nissan den Roadster RS nicht mal auf Wunsch mit Handschaltung ausliefert, ist doppelt schade. Denn der 3,7-Liter-V6 ist ein toller Motor mit reichlich Power. Ob nun mit der Serienleistung von 328 PS und 363 Nm im Roadster RS oder mit 344 PS und 371 Nm im Nismo Coup macht dabei keinen Unterschied. Fakt ist, dass der 370Z Roadster RS gut nach vorne marschiert. Die 100-km/h-Marke fllt nach 5,8 Sekunden, bei 250 km/h beendet der Begrenzer den Spa. Das ist nicht schlimm, denn die Windgerusche mit geschlossenem Verdeck sind ab 180 km/h sowieso zu laut fr ein Gesprch mit dem Beifahrer. Fr die Autobahn ist der 370Z Roadster aber auch nicht gedacht, zumindest nicht in erster Linie. Auf der Landstrae macht der offene Z dafr umso mehr Spa. Das liegt in erster Linie am V6-Sauger ein letzter berlebender seiner Art der gierig am Gas hngt und ab 5000 U/min noch einmal zulegt. Der Sound ist leider deutlich zu mau, speziell bei den armdicken Auspuffendrohren. Dass der Roadster RS auch auf das Nismo-Fahrwerk verzichtet, ist nicht weiter schlimm. Das Serienfahrwerk ist gut und sportlich abgestimmt, nur bei Nsse knnten die breiten 19-Zller etwas mehr Grip bieten. Hauptkritikpunkt bleibt aber auch hier die Automatik: Die manuelle Handschaltung des 370Z Nismo wrde so viel besser zum Charakter des offenen Z passen. So wirkt es, als habe Nissan noch 25 Automatikgetriebe im Regal gehabt.

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Keine Nismo-Leistung, dafr ein Nismo-Preis

Unterm Strich ist das super limitierte Sondermodell ein 370Z Roadster mit Bodykit  nicht mehr und nicht weniger. Der RS hat die Nismo-Optik, aber keine Nismo-Leistung, kein Nismo-Fahrwerk und keine Nismo-Innenausstattung, dafr mit 49.990 Euro den vollen Nismo-Preis, ist sogar teurer als der 370Z Nismo, der bei 46.880 Euro startet. Was allerdings den Reiz des Roadster RS ausmacht, ist die Exklusivitt. Nur 25 Stck werden gebaut, damit ist der RS zehn Mal so selten wie ein Mercedes-AMG Project One.
Autor:

Jan Gtze

Fazit

Mir gefllt das Sondermodell gut, denn der Nissan 370Z Roadster RS sieht sportlich aus und ist superselten. Der V6-Sauger ist heutzutage eine echte Raritt und zieht gut durch. Negativpunkte? Die Automatik und die mangelnde Liebe zum Detail im Innenraum. Info fr Kenner: Aktuell ist Nissan nicht sicher, ob und wann ein Nachfolger des 370Z kommt, also sollten sich Liebhaber dieses letzte Sondermodell sichern!

Stichworte:

Nismo Roadster

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