Nissan 4x4 Challenge 2008

Nissan 4x4 Challenge 2008 Zeche Ewald Nissan 4x4 Challenge 2008

Nissan 4x4 Challenge 2008

— 04.06.2008

Tief im Westen

Abenteuer Heimat: Mitten im Ruhrpott fand die zweite Vorrunde zur 4x4 Challenge 2008 statt. Auf dem Gelände der stillgelegten Zeche Ewald gingen 50 Männer und Frauen in ihren Geländewagen an den Start – und an ihre Grenzen.

Der wilde Westen beginnt nur einen Steinkohlewurf weit von Gelsenkirchen entfernt. Das riesige Gelände der stillgelegten Zeche Ewald im Ruhrgebiet bietet diesmal die skurrile Kulisse für die zweite Qualifikationsrunde zur 4x4 Challenge von AUTO BILD und Nissan. Das nennt man wohl die Exotik des Alltags. Pechschwarze Kohleberge, düsterer Himmel, dazwischen weiße Nissan-Offroader und über allem thront das 60 Meter hohe Metall-Gerippe des ehemaligen Förderturms. Den imposanten Stahlkoloss sollten die 50 Teilnehmer an diesem kühlen, verregneten Mai-Tag noch richtig gut kennenlernen. Oder sollte man besser sagen: hassen lernen? Denn gleich die erste Aufgabe, die es zu bewältigen galt, war nichts für Warmduscher. Abseilen aus 50 Meter Höhe. Okay, doppelt gesichert, aber wer so etwas noch nie gemacht hat, dem rutscht das Herz ganz tief in die Hose – und gern noch ein Stück weiter. Das Schlimmste ist der erste Schritt ins Leere, bevor das Seil spannt. Prompt kommt es, wie es kommen muss. Einer der Teilnehmer bleibt circa 45 Meter überm Erdboden hängen und muss befreit werden. Puhh, geschafft – aber frag’ nicht nach Sonnenschein.

Wer ins Finale will, muss leiden lernen

"Mit Offroadfahren allein kommst du draußen in der Wildnis nicht weit", so Instrukteur Rudi.

Wer ins Finale nach Kanada will, muss sich solche Gemeinheiten von uns gefallen lassen. Und noch andere mehr. "Mit Offroadfahren allein kommst du draußen in der Wildnis nicht weit", erklärt uns Instrukteur Rudi. "Fitness, Mut und ein wacher Geist für spontane Herausforderungen gehören genauso dazu." Diese Bandbreite versucht die 4x4 Challenge seit nunmehr acht Jahren abzudecken. Auch wenn die Teilnehmer an die Grenzen gehen müssen – und darüber hinaus. Wie zum Beispiel beim Mountainbike-Race hoch zum Aussichtsberg auf matschigen, schweren Kohleboden. Wer hier nicht fit ist, sieht ganz alt aus. Genau wie beim Traktor-Pulling. Hier muss ein Pick-up am Bergegurt nur durch Körperkraft 20 Meter bis über die Ziellinie gezerrt werden. Gegen die Uhr, gegen die anderen Teilnehmer. Als einzige Frau traut sich Justine, Software-Entwicklerin aus Hameln, an diese (Männer-)Disziplin. Ins Steuer gegriffen wurde natürlich auch. Und zwar heftig. Diese schwarze Grube mitten im Pott hatte es wirklich in sich. Tagelange Regenfälle haben den Untergrund aufgeweicht und in eine glitschige Pampe verwandelt.

Erschöpfte Gewinner

Am Ende des Tages stand fest, wer Ende August zum Finale nach British Columbia reist.

Gerade die unerfahrenen Gelände-Piloten unter den Teilnehmern taten sich jetzt schwer, die Aufgaben schnell und möglichst ohne Strafpunkte zu meistern. Bergauf, bergab, Tore umfahren, bloß nirgends anecken, Differrenzialsperre rechtzeitig rein, halt – nicht zu viel Gas geben, hier nur nicht stehenbleiben, sonst sackst du ein und kommst nie wieder raus. Rausgekommen sind sie alle. Die einen besser, die anderen weniger gut. Am Ende des Tages steht fest, wer mit uns Ende August zum Finale nach British Columbia reist. Als Sieger geht Mike Möller (36) aus Stuttgart durchs Ziel. Seine Spezialität: Mountainbiking und Halbmarathons – kein Wunder, dass der so fit ist. Zweiter wird Jörg Ellers aus München, ebenfalls passionierter Radler und Snowboarder. Als Dritte springt Motorrad-Fan Kathrin Kortenbach (27) aus Witten auf den Kanada- Zug. Das dort das eigentliche Abenteuer erst anfängt, können sie nach diesem beinharten Tag tief im Westen kaum glauben.

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