Nissan 4x4 Challenge 2008
— 04.06.2008Tief im Westen
Abenteuer Heimat: Mitten im Ruhrpott fand die zweite Vorrunde zur 4x4 Challenge 2008 statt. Auf dem Gelände der stillgelegten Zeche Ewald gingen 50 Männer und Frauen in ihren Geländewagen an den Start – und an ihre Grenzen.
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Wer ins Finale will, muss leiden lernen
Wer ins Finale nach Kanada will, muss sich solche Gemeinheiten von uns gefallen lassen. Und noch andere mehr. "Mit Offroadfahren allein kommst du draußen in der Wildnis nicht weit", erklärt uns Instrukteur Rudi. "Fitness, Mut und ein wacher Geist für spontane Herausforderungen gehören genauso dazu." Diese Bandbreite versucht die 4x4 Challenge seit nunmehr acht Jahren abzudecken. Auch wenn die Teilnehmer an die Grenzen gehen müssen – und darüber hinaus. Wie zum Beispiel beim Mountainbike-Race hoch zum Aussichtsberg auf matschigen, schweren Kohleboden. Wer hier nicht fit ist, sieht ganz alt aus. Genau wie beim Traktor-Pulling. Hier muss ein Pick-up am Bergegurt nur durch Körperkraft 20 Meter bis über die Ziellinie gezerrt werden. Gegen die Uhr, gegen die anderen Teilnehmer. Als einzige Frau traut sich Justine, Software-Entwicklerin aus Hameln, an diese (Männer-)Disziplin. Ins Steuer gegriffen wurde natürlich auch. Und zwar heftig. Diese schwarze Grube mitten im Pott hatte es wirklich in sich. Tagelange Regenfälle haben den Untergrund aufgeweicht und in eine glitschige Pampe verwandelt.Erschöpfte Gewinner
Gerade die unerfahrenen Gelände-Piloten unter den Teilnehmern taten sich jetzt schwer, die Aufgaben schnell und möglichst ohne Strafpunkte zu meistern. Bergauf, bergab, Tore umfahren, bloß nirgends anecken, Differrenzialsperre rechtzeitig rein, halt – nicht zu viel Gas geben, hier nur nicht stehenbleiben, sonst sackst du ein und kommst nie wieder raus. Rausgekommen sind sie alle. Die einen besser, die anderen weniger gut. Am Ende des Tages steht fest, wer mit uns Ende August zum Finale nach British Columbia reist. Als Sieger geht Mike Möller (36) aus Stuttgart durchs Ziel. Seine Spezialität: Mountainbiking und Halbmarathons – kein Wunder, dass der so fit ist. Zweiter wird Jörg Ellers aus München, ebenfalls passionierter Radler und Snowboarder. Als Dritte springt Motorrad-Fan Kathrin Kortenbach (27) aus Witten auf den Kanada- Zug. Das dort das eigentliche Abenteuer erst anfängt, können sie nach diesem beinharten Tag tief im Westen kaum glauben.
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