Nissan Tiida EV

Nissan Elektro-Auto

— 29.07.2009

Stromer im Tiida-Kleid

Am 2. August 2009 stellt Nissan mit viel Tamtam sein erstes Serien-Elektroauto vor. Vorher rühren die Japaner mit einigen neuen Details die Werbetrommel. Marktstart ist aber erst 2012.

Schon geraume Zeit kommen aus der Nissan-Zentrale vollmundige Ankündigungen: Die Japaner wollen beim Elektroantrieb Pioniere sein, 2012 soll der erste Stromer in Serie kommen. Zur Einweihung der neuen Firmenzentrale in Yokohama wird am 2. August 2009 tatsächlich das erste Nissan-Serienfahrzeug mit hundertprozentigem Elektroantrieb vorgestellt. Die neue Elektro-Plattform wurde bereits jetzt verbaut, und zwar in einem Tiida. Der bei uns höchst seltene Golf-Gegner hat es in sich. Erstmals gibt es auch konkrete Leistungsdaten: Der Elektromotor leistet 109 PS und 280 Newtonmeter Drehmoment vom Start weg wird also durchaus flott antreten. Gespeist wird er von einem Lithium-Ionen-Batteriepack, das 24 kWh bereitstellt und flach im Unterboden integriert wird. Das bringt Vorteile beim Packaging und auch bei der Aerodynamik. Gleichzeitig stellt Nissan erstmals eine neue IT-Funktion vor, die den künftigen Besitzern der Elektro-Nissan – in welchem Kleid auch immer – das Leben erleichtern soll.

Sieben Stunden Ladezeit

Der Anschluss für den Ladestecker sitzt im Nissan Tiida vorn.

Ein neues Bremssystem dient zur Rekuperation. Im Schubbetrieb oder bei Abbremsen des Fahrzeugs wird die Bremsenergie in elektrischen Strom umgewandelt und der Batterie zugeführt, was die maximale Reichweite pro voller Batterieladung von derzeit rund 160 Kilometern erheblich steigern soll. Die Ladezeit an der Steckdose beträgt sieben Stunden, an Schnellladestellen sollen in nur 25 Minuten die Akkus wieder zu 80 Prozent geladen sein. Eine besonders hohe Plattformsteifigkeit erzielten die Ingenieure mit Hilfe eines zusätzlichen Rahmens für die Batterie-Einheiten. So soll der Elektro-Tiida nicht nur extrem leise, sondern auch vibrationsarm fahren.

Timer für die Klimaanlage

Auf dieser neuen Plattform rollt der Nissan-Stromer – in welchem Kleid auch immer.

Für die technikverliebten Japaner hat Nissan gleich noch ein passendes IT-System entwickelt. Es ist mit dem sogenannten Nissan Global Data Center verbunden und hält diverse Funktionen parat: So wird auf dem Navi der maximale Entfernungsradius angezeigt, der mit dem aktuellen Batterieladestand noch zurücklegbar ist. Das System berechnet zudem, ob ein vorher angegebener Zielort in Reichweite liegt. Auch Ladestationen und Stromtankstellen in Reichweite werden angezeigt. Eine Timer-Funktion ermöglicht es, die Klimaanlage oder die Batterieladung zu einem angegeben Zeitpunkt zu starten. So kann die Klimaanlage den Fahrzeuginnenraum auch im Stand herabkühlen, sobald das Fahrzeug mit einer Stromquelle verbunden ist. Dann startet der Fahrer mit kühlem Kopf und die Batterie wird nicht geschröpft. Zusätzlich kann er den Ladestand seiner Batterie jederzeit über eine Online-Webseite und sein Mobilfunktelefon überprüfen. Ist der Akku voll, schickt das Auto eine SMS. Zur Präsentation des Stromers startet Nissan auch ein neues Internetportal: Unter nissan-zeroemission.com wird dann alles zu den neuesten Entwicklungen in Sachen Elektrofahrzeuge zu finden sein.

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