Nissan GT-R Facelift (New York 2016): Sitzprobe

Nissan GT-R Facelift (New York 2016): Sitzprobe

— 24.03.2016

Godzillas neue Kleider

Nissan liftet den GT-R. Mit mehr PS, mehr Luxus und einer schärferen Optik verkürzt der Allrad-Sportler die Wartezeit auf den Nachfolger. Sitzprobe!

Video: Nissan GT-R (NYIAS 2016)

Facelift für den GT-R

Seit 2007 sorgt der Nissan GT-R für offene Münder bei den Fans und Schweißperlen auf der Stirn der etablierten Sportwagenhersteller. Nach einem Facelift 2013 und vielen kleinen Technik-Updates macht Nissan "Godzilla" 2016 noch mal fit – bevor 2020 der langersehnte Nachfolger der Generation R35 kommt. Was sich mit dem Facelift ändert, zeigt die Sitzprobe.
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Der GT-R ist optisch schärfer geworden. Und das ist wortwörtlich zu verstehen, denn da, wo der Vorgänger eine flächige, leicht plump wirkende Front in den Wind stemmte, hat das Designteam um Chef-Formgeber Shiro Nakamura Ecken und Kanten ins Blechkleid gebügelt. So erinnern die senkrechten Sicken unterhalb der Scheinwerfer deutlich an das 2020 Vision Gran Turismo Concept. Mit der Nissan-typischen silbernen Spange im Kühler schlägt der GT-R ab der Modellpflege optisch den Bogen zur restlichen Nissan-Familie.

Strömungsgünstiger geformt

Am Heck finden sich die wenigsten deutlich sichtbaren Veränderungen.

Von der neuen Form profitiert aber nicht nur der Look: Weil der Kühler gewachsen ist, bekommt der V6-Biturbo mehr Frischluft. Im unteren Bereich der Karosserie trägt das Facelift eine dunkel abgesetzte Spoilerlippe, die ebenso wie die Schwellerverkleidungen und die Endspitzen der Heckschürze im Windkanal erprobt wurde und zur aerodynamischen Balance beitragen soll. Welchen Detailgrad die Modellpflegemaßnahmen erreicht haben, verdeutlicht Shiro Nakamura im Gespräch mit AUTO BILD: So haben die Techniker – auf den ersten Blick nicht wahrnehmbar – das Blech der C-Säule strömungsgünstiger geformt. Damit aber nicht genug, denn die Karosserie des GT-R ist bis hin zu den erhabenen Umrandungen der Rückleuchten im Windkanal gereift.

Nissan GT-R Facelift (New York 2016): Sitzprobe

Von 27 auf 11: Nissan hat die Anzahl der Knöpfe mehr als halbiert. Lobenswert.

Dass das Facelift des GT-R umfassender ausfällt als die sonst so typischen Modifikationen an Scheinwerfern und Schürzen, zeigt sich auch im Innenraum. Den hat Nissan großzügig mit dickem Leder ausgeschlagen: Armaturenträger, Sitze, Türverkleidungen, Lenkrad, ja sogar am Gangwahlhebel ertasten die Hände den edlen Bezug. Das steht und tut dem GT-R gut, fiel doch die Materialauswahl bislang hinter den Fahrleistungen zurück. Für eine bessere Bedienbarkeit verbaut Nissan einen Acht-Zoll-Touchscreen und platziert die Bedieneinheit des Infotainments auf der Mittelkonsole.

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Deren oberer Teil ist neu sortiert und wirkt durch die Verlegung der zentralen Lüftungsdüse aufgeräumter, wenn auch etwas kastig. Das neue Lenkrad mit dem kleineren Pralltopf sieht dagegen wesentlich moderner und zierlicher aus als das alte und lässt ergonomisch keine Wünsche offen. Neuerung: Ab sofort muss der Fahrer das Volant in schärferen Kurven nicht mehr loslassen, um zu schalten. Denn die Schaltpaddel sind direkt am Lenkrad befestigt statt wie bisher starr an der Lenksäule.

Schickes Schuhwerk: Das Facelift-Modell des GT-R steht auf neuen 20-Zöllern.

Der V6-Biturbo mit 3,8 Litern Hubraum leistet dank variablen Zündzeitpunkten für die einzelnen Zylinder sowie mit erhöhtem Ladedruck 570 PS und schickt bis zu 633 Nm Drehmoment an das Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe. Auch an der Schaltbox haben die Entwickler gearbeitet. Laut Nissan soll das Getriebe seiner Arbeit jetzt noch geschliffener nachgehen und dadurch komfortablere Gangwechsel beherrschen.

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Das überarbeitete Fahrwerk soll den GT-R flinker machen, während die Titan-Endschalldämpfer nicht nur für den typisch heiseren GT-R-Sound verantwortlich sind, sondern auch rund zehn Kilo Gewicht einsparen. Apropos sparen: Wer genug auf der hohen Kante hat (AUTO BILD schätzt den Einstiegspreis auf knapp unter 100.000 Euro), kann den gelifteten GT-R ab April 2016 bestellen. Der Marktstart ist im Sommer geplant.

Nissan GT-R Facelift (New York 2016): Sitzprobe

Peter R. Fischer

Peter R. Fischer

Fazit

Mehr als ein Standard-Update: Nissan hat den GT-R mit viel Liebe zum Detail modernisiert – vor allem der akribische aerodynamische Feinschliff ist bemerkenswert. Der Innenraum wirkt dank besserer Materialien und modifiziertem Layout frischer. Ob die Änderungen an Fahrwerk, Getriebe und Motor sich in messbar besseren Fahrleistungen niederschlagen, muss der Test zeigen.

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