Nissan GT-R LM Nismo: Vorstellung

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Nissan GT-R LM Nismo

— 03.02.2015

Ufo auf Rädern

Beim Super Bowl hat Nissan seinen neuen Langstreckenrenner GT-R LM Nismo vorgestellt. Das Teil sieht wirklich spacig aus – und hat den Motor vorne!

Wow, was hat Nissan denn da zusammengeschraubt? Das Teil, das aussieht wie ein Ufo auf Rädern, ist der neue Langstreckenrenner GT-R LM Nismo, mit dem die Japaner die Langstrecken-WM aufmischen wollen. Für die Vorstellung des Flitzers wählten sie eine besonders prestigeträchtige Veranstaltung: den Super Bowl. Hier wurde in einer Werbepause ein anderthalbminütiger Spot ("With Dad", siehe unten) gezeigt, in dem der GT-R LM Nismo einen Auftritt hat.

Irgendwie anders: Die Fahrgastzelle sitzt wegen des Frontmotors weit hinten.

Und beim Gucken wird klar: Der Nissan ist irgendwie anders als die anderen. Der Grund: Im Gegensatz zu den Audi, Porsche und Toyota, die in ihre Le-Mans-Renner einen Mittelmotor verbauen, sitzt beim Japaner der Dreiliter-V6 vorne! Die Fahrgastzelle ist deshalb weit nach hinten gerückt, und die Michelin-Reifen sind aus Gründen der Gewichtsverteilung hinten mit neun Zoll deutlich schmaler als vorne (14 Zoll). Ein ungewöhnliches Konzept für einen Langstrecken-Renner. Möglich machen das die im Vergleich zur Formel 1 relativ laxen Regularien.

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Der Dreiliter-V6 sorgt für Vortrieb, das ESR für Extra-Wumms beim Spurten.

Vorschriften gibt es aber trotzdem. Eine neue für 2015: die Benzindurchflussregelung. Die Motoren sind zwar weder in puncto Hubraum, Ladedruck oder Drehzahl limitiert, dürfen aber pro Runde nur eine bestimmte Menge an Treibstoff verbrennen. Aus diesem Grunde treibt den Ober-GT-R "nur" ein relativ sparsamer Dreiliter-Benziner mit Twin Turbo-Aufladung an. Dass er beim Sprint dennoch ordentlich Wumms hat, dafür sorgt das kinetische Energierückgewinnungssystem (ERS), das die auf der Antriebsachse erzeugte Energie speichert und bei Bedarf zusätzlich Power gibt.

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Das Problem beim ERS: Es ist ziemlich schwer, und zehn bis zwölf Kilo Gewicht kosten laut Ben Bowlby, Teamchef und Technischer Direktor des Nissan LM P1-Projekts, pro Runde eine halbe Sekunde – bei 24 Stunden summiert sich das ganz schön. "Wir stehen bei Nissan vor der Aufgabe, ein großes und kraftvolles ERS im Auto einzubauen, ohne dabei über das für den GT-R LM Nismo auf 880 Kilogramm festgesetzte Gewichtslimit zu kommen." Allein die Hälfte des Gesamtgewichts entfalle auf Motor, ESR und Antriebsstrang.

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Der Spanier Marc Gené ist einer der Fahrer, die für Nissan an den Start gehen.

Fahrleistungen verrät Nissan noch nicht. Doch das Ziel ist klar: der Sieg in Le Mans. "Wir haben da noch eine Rechnung offen", sagt Shoichi Miyatani, Präsident von Nissans Motorsportabteilung Nismo. Wer den Sieg einfahren soll, steht ebenfalls noch nicht endgültig fest. Sicher ist aber bereits, dass der Spanier Marc Gené zu den Fahrern gehören wird. Der hängt die Latte aber erst einmal nicht ganz so hoch: "In dieser Saison sollten wir den Fokus darauf richten, möglichst viel über das Auto zu lernen und es bei jedem Rennen und bei jedem Test kontinuierlich zu verbessern. Das Auto nach 24 Stunden ins Ziel zu bringen, wäre für den Anfang bereits ein Erfolg für sich."

Autor: Maike Schade

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Le Mans Rennwagen

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