Nissan in Tokio, Teil 2

Nissan Intima und NV200 Nissan Intima und NV200

Nissan in Tokio, Teil 2

— 16.10.2007

Kunst und Meer

Das Studienfeuerwerk von Nissan auf der Tokyo Motor Show geht weiter: Der Intima soll als automobiles Gesamtkunstwerk die Blicke auf sich ziehen, die Nutzfahrzeugstudie NV200 die Zukunft des zweckgebundenen Transports zeigen.

Nissan definiert mit dem Intima das viertürige Coupé auf der 41. Tokyo Motor Show neu. Die Studie setzt dabei auf besonders hochwertige Materialien und elegantes Design in Verbindung mit High-Tech. Vorne sorgt ein mächtiger, verchromter Grill à la Infinity mit schmalen, horizontal angesetzten LED-Scheinwerfern für einen eindrucksvollen Auftritt, die seitliche Linienführung und die u-förmigen Rückleuchten erinnern verdächtig an einen Mercedes CLS. Die Auspuffrohre sind flach und breit in den Stoßfänger integriert. Auf eine B-Säule hat Nissan völlig verzichtet, die vier Türen sind gegenläufig angeschlagen und öffnen extrem weit. Die vorderen Sitze schwenken für den bequemen Einstieg um bis zu 80 Grad nach außen. Für die luftige Atmosphäre im Innern wurde ein großes Glasdach montiert.

Schöner Wohnen für die Passagiere

Das Interieur könnte einer Designzeitschrift entstammen. Die Japaner kombinieren reichlich Leder, Holz und Aluminium, um vier die vier Passagiere auf Einzelsitzen zu umschmeicheln. Die Instrumente und Lampen werden indirekt beluchtet und erstrahlen in einem schicken Hellblau. Durch die Verwendung von Acryl erscheint alles transparent und schwebend. Genau wie die in einem mutigen Schwung durchlaufende Mittelkonsole. Eine Vier-Zonen-Klimaanlage ist für das Wohlfühlambiente der Passagiere mitverantwortlich und kühlt gleich noch ein Fach zwischen den hinteren Sitzen, damit die Getränke an Bord immer kühl bleiben. Neben so viel Design soll der Umweltaspekt nicht zu kurz kommen. Den Antrieb des Intima übernimmt ein V6-Clean-Diesel, über dessen Leistung sich Nissan aber noch ausschweigt. Für die Sicherheit sorgen unter anderem rundum verbaute Kameras und ein Abstandsassistent.

Transporter speziell für Meeresbiologen

Eine völlig andere Richtung schlägt Nissan mit dem Transporter NV200 ein. Das frech gezeichnete Nutztier wurde speziell auf die Bedürfnisse von Meeresbiologen abgestimmt. Für das Sporttaucher-Equipment und sogar einen Unterwasser-Scooter für Erkundungsfahrten unter der Wasseroberfläche ist im Heck eine Art Regal in einem Ladeblock platziert, der sich nach hinten ausfahren lässt. Gleichzeitig mutiert der Van auf Wunsch zum mobilen Büro. Dazu schwenkt der vordere Sitz auf Schienen nach hinten und wird zum Sitzplatz für einen Computertisch, der aus der Seite des Fahrzeugs ausklappt. Die Maße bleiben dabei im Rahmen: Der NV200 baut auf einem Radstand von 2820 Millimetern auf und ist 1840 Millimeter hoch. Beim Design sollen immer wieder Motive aus dem Ozean auftauchen. Die Sechsspeichen-Felgen erinnern laut Nissan an die Fangarme einer Krake, das Muster der speziell designten Goodyear-Pneus an ihre Saugnäpfe. Die für den Betrieb des Computers, der Dusche, des Kühlschranks und anderer elektrischer Abnehmer benötigte Bordspannung liefert ein bordeigener Generator, der von Sonnenkollektoren mit Energie versorgt wird. Für den Blick nach hinten sorgt eine Kamera, die ihr Bild auch während der Vorwärtsfahrt auf eine Monitor im Cockpit überträgt.

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