Nissan-Innovationen

Nissan-Versuchsfahrzeug EA2 Nissan-Versuchsfahrzeug EA2

Nissan-Innovationen

— 05.05.2008

Kabel zum Glück

Nissan forscht an X-by-Wire-Systemen, die mechanische Komponenten durch elektrische Kabel ersetzen. Das spart Platz und Gewicht. Außerdem haben die Japaner einen Preis für ihr Around View Monitor-Parksystem erhalten.

Nissan hat das Forschungsfahrzeug EA2 auf Basis der ersten Murano-Generation vorgestellt, das mit Hilfe der so genannten X-by-Wire-Technik mechanische Komponenten wie Lenkung, Bremsen und Getriebe über elektrische Kabel ansteuert und auf diese Weise Gewicht und Platz spart. Viele großvolumige mechanische Bauteile fallen damit weg und ermöglichen so eine völlig neue Fahrzeug-Architektur. Im EA2 ließ sich so eine zusätzliche dritte Sitzreihe für zwei weitere Passagiere einbauen. Gelenkt wird im Konzeptfahrzeug über ein vergleichsweise kleines Volant, das für den leichten Ein- und Ausstieg verschoben werden kann. Das Brake-by-Wire-System nutzt anstelle von Bremskraftverstärkern, Bremsleitungen und hydraulischen Zylindern ebenfalls die elektrischen Verbindungen. So konnten auch die Pedalwege verkürzt werden. In Zahlen bedeutet das im EA2 110 Millimeter zusätzliche Innenraumlänge. Wann die X-by-Wire-Systeme in Serie kommen, ist laut Nissan noch offen.

Parkhilfe mit Vogelperspektive

Parken aus der Vogelperspektive ermöglicht der das Nissan Park Around View-System.

Bereits serienreif ist der Around View Monitor (AVM), den Nissan bisher im Infiniti EX35 und dem bei uns nicht erhältlichen Van Elgrand verbaut. Jetzt haben die Japaner für die Parkhilfe vom Fachmagazin "Automotive News" den "PACE" (Premier Automotive Suppliers’ Contribution on Excellence) Award erhalten. Partner waren Xanavi Informatics und Sony. Die Technik verschafft dem Fahrer auf Wunsch einen Blick wie aus der Vogelperspektive auf sein Auto und die Umgebung und ermöglicht so einfaches und präzises Einparken. Mit vier 180-Grad-Weitwinkelkameras (hochauflösendend) an der Front, den Seiten und dem Heck bietet AVM Darstellungen vom Fahrzeug und der Umgebung aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Das garantiert eine lückenlose Rundumsicht. Auf einem Splitscreen-Bildschirm lässt sich dann auf der einen Hälfte das Fahrzeug von oben oder von der Seite betrachten, während auf der anderen das Bild der Front- oder der Heckkamera abgebildet wird. Sony steuerte die Weitwinkel-Kameras bei, Xanavi die Software.

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.