Nissan Juke 1.2 DIG-T: Fahrbericht

Nissan Juke (2014) Nissan Juke (2014) Nissan Juke (2014)

Nissan Juke 1.2 DIG-T: Fahrbericht

— 09.05.2014

Kleiner Turbo für den neuen Nissan Juke

Nissan hat dem Juke nach dem Facelift auch einen neuen Motor verpasst. Der 1,2-Liter-Turbo ist ein munteres Kerlchen. Fahrbericht.

Video: Nissan Juke

Neuer Motor im Juke

1,2 Liter Hubraum für ein 1,3-Tonnen-Auto! Klingt nicht üppig. Aber der neue 1.2 DIG-T im frisch überarbeiteten Juke macht seine Sache richtig gut. Ohne Turboloch zieht das Motörchen mit 115 PS aus vier Töpfen den Crossover wie am Schnürchen vorwärts. Grund dafür sind üppige 190 Newtometer Drehmoment bei 2000 Touren. Der Vorgänger hatte 1,6 Liter Hubraum und 117 PS, aber 20 Prozent weniger Drehmoment, das spürt man bei jedem Gasstoß. Dazu lassen sich die sechs Gänge knackig durchrühren und sind passend zum Japaner abgestuft. Der Verbrauch soll bescheidene 5,6 Liter betragen, auf der Testfahrt gönnte sich der Juke 6,5 Liter. Das Fahrwerk wurde ebenfalls neu abgestimmt, das tut dem Juke gut. Er liegt satter auf der Straße, durcheilt Kurven flott mit geringer Seitenneigung, reagiert aber souveräner als vorher auf kurze Stöße.

Der Kofferraum wächst kräftig

Der Kofferraum wächst um 40 Prozent, hat dann aber eine Kante.

Das Facelift geriet eher unauffällig: Außen gibt es nur kleine Veränderungen: Der neue Juke gleicht noch immer einem Frosch auf Rädern, der sich am liebsten über matschige Waldwege kämpft. Allein die auffälligen Scheinwerfer-Augen (jetzt auf Wunsch mit Xenon-Licht) und die Rückspiegel wurden optisch ein bisschen gestreckt, der Kühlergrill ist nun leicht V-förmig und wird dem neuen Markengesicht angepasst. Neu sind auch das LED-Tagfahrlicht und das Glas-Schiebedach (900 Euro), die Signatur der Rückleuchten strahlt in LED-Technik. Der Kofferraum wächst um 40 Prozent auf 354 Liter, hat dann allerding eine Kante. Wer die Einlage für einen glatten Ladeboden nutzt, bekommt ein deutlich kleineres Ladeabteil. Der Nissan umgibt sich gegen Aufpreis mit einem sogenannten "Safety Shield", das eine Art Rundumüberwachung mit Fahrspurassistent, Auffahr-Warner und Toter-Winkel-Assistent liefert. Das macht die Fahrt sicherer, allerdings piept es auch ständig irgendwo.

Auf Wunsch wird der Juke kunterbunt

Auch innen bringt Nissan Farbe ins Spiel, Serie nur beim Top-Modell Tekna.

Nissan setzt beim Juke verstärkt auf individuelle Gestaltung. Im schwarzen Standard-Innenraum können Käufer knallige Farb-Akzente setzen. Felgen mit Farbeinlagen für die 18-Zoll-Räder, Ledersitze mit abgesetzten Nähten und Schalthebel, Türinnenelemente gibt es zusätzlich in Weiß, Rot, Blau und Gelb – passend zu den neuen Außenlacken Ink Blue Metallic, Rot und Sunlight Yellow. Beim 1.2 Tekna (ab 20.950) ist das Farbenspiel auf Wunsch serienmäßig an Bord, für den Acenta (ab 18.800 Euro) kosten die Pakete 550 Euro (Interieur) und 650 Euro (Exterieur).

Reiserouten lassen sich zuhause am Computer planen und werden dann via Internet ans neue Juke-Navi gesendet.

Spannende News auch bei Connected Car: Reiserouten lassen sich zuhause am Computer planen und werden dann via Internet ans neue Juke-Navi gesendet. Apps (unter anderem Facebook) sind bereits vorprogrammiert, weitere sollen in Kürze erhältlich sein. Das Navi "Nissan Connect" mit 5,8-Zoll-Navi kostet 800 Euro Aufpreis, im Tekna ist es Serie. Los geht es mit dem Juke Ende Juni 2014 wie bisher bei 15.450 Euro für die Basis Visia mit einem 94 PS starken 1,6-Liter-Benziner ohne Turboaufladung. Die Preisspanne beim Juke ist also gewaltig, zumal es auch noch den überarbeiteten 1,6-Liter-Turbo mit 190 PS gibt. Der kostet ab 24.190 Euro samt Allradantrieb und auch hier ist noch Luft nach oben.

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