Nissan Juke: Fahrbericht — 06.07.2010

Der Frosch von Nissan

Der Nissan Juke ist ein City-Offroader wie kein anderer. Mit seiner Optik geht er neue Wege. Doch kann der Juke mit mehr als seinem Froschgesicht punkten? Erster Fahrbericht.

Gar nicht dumm, was die Franzosen da machen: Während Renault mit Twingo, Clio und Mégane die Massen bedient, umwirbt die japanische Tochter Nissan eher die Kunden, die sich nicht den klassischen automobilen Normen beugen wollen. Nissan-Fahrer wollen das Besondere. Vielleicht nicht technisch, aber auf jeden Fall optisch. Das hat mit dem Nissan Qashqai funktioniert und soll ab Oktober 2010 auch mit dem neuen Juke klappen. Technisch basiert der 4,14 Meter kurze City-Offroader auf der B-Plattform, die sich schon die Nissan-Modelle Cube, Micra und Note teilen. Aber auch in den Renault-Baureihen Twingo und Modus wird sie verwendet. Was ja nichts Schlechtes

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Und so kann der nur als Fünftürer lieferbare Juke durchaus punkten. Dass moderne Industriedenker sich immer wieder mal etwas von der Natur abgucken, ist nicht neu. Aber mussten die Nissan-Designer so weit gehen? Der neue Juke sieht auf den ersten Blick aus wie ein aufgeblasener Frosch. Ansonsten hat der japanische Kleinwagen relativ wenig mit der Amphibie zu tun. Der Juke hüpft nicht, er stinkt nicht, und er nervt auch nicht durch lautes Quaken. Auffällig ist die ungewöhnliche Scheinwerferform. Unten im Stoßfänger das kreisrunde Haupt- und Fernlicht, auf die Kotflügel gesetzt das glubschäugige Standlicht. Kombiniert mit dem breiten Kühlergrill bietet der Japaner einen hohen Wiedererkennungswert.

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Nissan könnte bei der Materialauswahl im Innenraum nachbessern.

Nachbessern könnte Nissan bei der Materialauswahl und dem Farbmix der verwendeten Kunststoffe im Innenraum. Klasse dagegen die vielen Ablagen und die bequeme, leicht erhöhte Sitzposition. Während vorn das Platzangebot auch größeren Fahrern genügt, wird es hinten arg eng an Knie und Kopf. Die coupéhaft abfallende Dachlinie sorgt zwar für einen dynamischen Auftritt, aber im Fond auch für wenig Kopffreiheit. Erwachsene fühlen sich hier wie ein Frosch im Einmachglas. In einem VW Polo reist man angenehmer. Und darf auch mehr Gepäck mitnehmen. 251 Liter sind im Juke echt wenig, die Allrad-Variante schluckt sogar nur 207 Liter. Allerdings braucht die kaum jemand. Wir waren mit dem frontgetriebenen Top-Benziner unterwegs, der es auf stattliche 190 PS bringt. Der 1,6-Liter dreht zwar nicht ganz so willig, hängt dafür aber auch schon bei niedrigen Drehzahlen passabel am Gas und kann auch schaltfaul gefahren werden. Auch wenn dieses Triebwerk gegen Aufpreis seine Kraft über alle vier Räder auf die Straße bringt, reicht der serienmäßige Frontantrieb allemal aus. Zumal Nissan das Allradpaket nur in Kombination mit einer CVT-Automatik und der teuren Ausstattungslinie Tekna für 25.140 Euro anbietet.

Der Turbo ist teuer

Die Lenkung ist direkt genug, um auch bei flotter Kurvenhatz für entsprechenden Fahrspaß zu sorgen. Nur die Schaltwege des Sechsganggetriebes dürften gern etwas kürzer und exakter geführt sein. Und wenn wir schon beim Wunschzettel sind: Eine Start-Stopp-Automatik vermissen wir ebenfalls.
Dafür federt der Juke zwar straff, teilt insbesondere kurze Stöße recht präzise den Insassen mit. Ein übler Kreuzbrecher ist der Japaner aber nicht. Eher ein Sparmeister. Denn schon das Basismodell Visia mit 117-PS-Benziner (16.990 Euro) verfügt über Klima- und CD-Anlage, elektrische Fensterheber, sechs Airbags und ESP. Der Diesel (110 PS) startet bei 18.890 Euro. Nur der gefahrene Turbo-Juke schlägt mit 21.190 Euro etwas über die Stränge. Aber das tun Frösche ja manchmal ganz gern.

Technische Daten Nissan Juke 1.6 Turbo 4-Zylinder-Benziner mit 190 PS • Direkteinspritzung • Turbo • Hubraum 1618 ccm • Verbrauch 6,9 l S (159 g/km CO2) • 0-100 km/h 8,0 Sekunden • Spitze 215 km/h • Länge/Breite/Höhe 4135 mm/1765 mm/1570 mm • Radstand 2530 mm • Kofferraum 251-831 l • Preis ab 21.190 Euro.

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Kommentare zum Artikel (83)

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omg
13.04.2012, 08:58Uhr

Das Ding sollte Nissan Puke heißen...

rennqui11
07.01.2012, 17:29Uhr

Verstehe nicht ganz die abgequakten pseudos. Bin mitlerweile stolzer Besitzer eines
Juke 1.6 Dig- Tekna 4x2,Kw 140, kann nur sagen der Antrieb mit T- Lader ist absolute Jim Rakete
zum abheben, was die ganze kak-Diskusion soll verstehe ich nicht, vor allem in Anbetracht
zum X1- BMW 12- 150000 €- teuerer, also was wollt ihr noch !?

rennqui11
07.01.2012, 17:25Uhr

Verstehe nicht ganz die abgequakten pseudos. Bin mitlerweile stolzer Besitzer eines
Juke 1.6 Dig- Tekna 4x2,Kw 140, kann nur sagen der Antrieb mit T- Lader ist absolute Jim Rakete
zum abheben, was die ganze kak-Diskusion soll verstehe ich nicht, vor allem in Anbetracht
zum X1- BMW 12- 150000 €- teuerer, also was wollt ihr noch !?

dw
04.09.2011, 09:17Uhr

Der Juke ist mal eine willkommene Abwechslung im Einheitsbrei der Autodesigner, zudem fährt er sich wie ein alter Golf GTI - rau und agil.
In Zeiten in denen sich Autos nur noch durch Werbeslogans, aber nicht mehr in der Wiedererkennung der Formen unterscheiden (Ob nun "Vorsprung durch Technik" oder "Freude am Fahren" ist dabei eigentlich egal, es sieht ja eh alles gleich aus - und die Slogans sind einfach hohle Hüllen ohne jeglichen Inhalt) ist der Juke auf jeden Fall eine willkommene Abwechslung.

inge just
22.06.2011, 17:12Uhr

seit 3 monaten stolze besitzerin von einem juke......
neidvolle blicke - sagen alles!!!!!
ich werde sehr oft auf den juke angesprochen und das ist doch positiv
dieses auto ist kein einheitsbrei

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