Nissan Leaf: Die Preise

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Nissan Leaf: Die Preise

— 01.04.2010

Das kostet der E-Nissan

Die Spannung steigt: Alle reden von Elektro-Autos – aber was wird der Spaß denn kosten? Unterschiedlich viel, wenn es nach Nissan geht. Die Japaner haben die Preise für den Leaf verraten.

Mit großem Aufwand trommelt Nissan für sein erstes serienreifes Elektro-Auto. Der Leaf soll schon Ende des Jahres Städter in Japan und den USA mobil machen. Doch zu welchem Preis? In den USA soll der Leaf 32.780 Dollar kosten, macht knapp 25.000 Euro. Da Elektroautos in einigen Bundesstaaten mit so genannten Federal Taxes von bis zu 7500 Dollar gefördert werden, bekommt der Käufer den Leaf aber unter Umständen auch schon für 25.280 Dollar, also für 18.700 Euro. Ein Schnäppchen, denn ein halbwegs ordentlich ausgestatteter VW Golf ist kaum günstiger zu haben.

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Die Überraschung: In Japan kostet der Nissan-Stromer dagegen umgerechnet rund 30.000 Euro und wird deshalb von der heimischen Presse bereits als zu teuer abgestraft. Trotzdem will Nissan 6000 Stück pro Jahr verkaufen. Selbst mit großzügigen staatlichen Beihilfen kostet der LEAF im Land der aufgehenden Sonne 24.000 Euro (2,99 Millionen Yen). Ein Toyota Prius, in Japan ein Symbol für umweltfreundliches Fahren, gibt es bereits für umgerechnet 16.500 Euro. Trotz der Kritik: So falsch kann Nissan mit der Preisgestaltung nicht liegen. Der deutlich kleinere Mitsubishi i-MiEV wird in Japan für satte 38.000 Euro verkauft. Immerhin will Mitsubishi den Preis fürs Elektro-Ei auf 32.000 Euro.

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Zurück in die USA. Dort hat sich Nissan vorgenommen, immerhin 4200 Leaf pro Jahr verkaufen oder für 349 Dollar (260 Euro) pro Monat zu verleasen. Zu solchen Preisen würden die Leute sicher auch in Deutschland zuschlagen. Selbstbewusst rechnet Nissan-Chef Carlos Ghosn damit, dass bis 2020 Elektroautos zehn Prozent des gesamten Automarktes ausmachen werden. Doch noch muss sich der potenzielle Kunde auf einer Liste einschreiben und 99 Dollar Reservierungs-Gebühr zahlen. Bekommt er keinen Leaf, wird die Gebühr erstattet. Zusätzlich muss sich der künftige Leaf-Fahrer auch eine Ladestation für 2200 Dollar zulegen, denn der Leaf braucht 220 Volt, um Strom zu tanken. In den USA kommen aber nur 110 Volt aus der Steckdose. Immerhin kostet einmal Aufladen der Batterien nur etwa drei Dollar, dann soll der Nissan 160 Kilometer weit und maximal 140 km/h schnell fahren. Bis Ende 2010 müssen sich die Elektro-Pioniere noch gedulden, dann werden die ersten Leaf ausgeliefert. Im Verlauf des Jahres 2011 sollen dann immer mehr Kunden ihr Elektromobil bekommen.

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