Nissan Micra 1.2

Nissan Micra 1.2 Nissan Micra 1.2

Nissan Micra 1.2

— 30.01.2003

Jetzt geht's rund

Frisch, frech, mutig: Mit geschwungener Karosserieform mutiert der neue Micra zum Lifestyle-Kleinwagen.

Scheinwerfer dienen als Einparkhilfe

Der Alte war ein tapferer Bursche: Über zehn lange Jahre und insgesamt drei Facelifts musste der Vorgänger über sich ergehen lassen, ehe er in den wohlverdienten Ruhestand durfte. Nun hat das lange Warten endlich ein Ende, der Nachfolger steht bereit: Er rollt am 8. Februar 2003 an den Start. Frei nach dem Motto: Beim nächsten Mal wird alles anders.

Und wie anders: Mit runder Nase, rundem Kuppeldach, runder seitlicher Gürtellinie und steil abfallendem (runden) Heck hat der moderne Micra in der dritten Generation nichts mehr mit seinem Vorgänger gemein. Seine großen Kulleraugen strahlen einen förmlich an, als wollten sie sagen: Nimm mich. Unbestritten, der Kleine hat ein freundliches Gesicht.

Mehr als ein Gag: die schmalen, hochgezogenen Scheinwerfer. Auf jedem thront ein Höcker. Darin ist nicht nur das Standlicht untergebracht, sie dienen auch gleichzeitig als Einpark-Orientierung. Überhaupt ist der Micra ein sehr übersichtlicher und mit einem Wendekreis von nur 9,20 Meter auch überaus wendiger Kleinwagen. Übrigens: Er steht bereits auf der Plattform, die sich der Micra mit der nächsten Clio-Generation von Allianz-Partner Renault teilen darf.

Rückbank um 20 Zentimeter verschiebbar

Obwohl der neue Micra in der Außenlänge von 3,72 Meter gegenüber seinem Vorgänger um drei Zentimeter schrumpfte, sorgen sieben Zentimeter verlängerter Radstand, deutlich mehr Höhe und intelligente Raumausnutzung für mehr Platz.

Vor allem hinten. Dafür sorgt unter anderem die verschiebbare Rückbank, serienmäßig ab der Version acenta. Rutscht die Rückbank um 200 Millimeter auf die hinterste Position, gibt es eine gute Kniefreiheit im Fond. Nach vorn geschoben, wächst das Gepäckraumvolumen von 237 auf respektable 371 Liter.

An brauchbaren Verstaumöglichkeiten mangelt es dem knuffigen Kleinen ohnehin nicht. Das Handschuhfach mit 12,8 Liter Fassungsvermögen ist das größte im Kleinwagen-Segment, eine Ablagebox unter der klappbaren Beifahrer-Sitzfläche nimmt jede Menge Kleinkram auf, und selbst Einkaufstaschen finden Halt: Dafür gibt es zwei Befestigungshaken an der Mittelkonsole und im Kofferraum. So macht shoppen Spaß.

Präzise Schaltung und hoher Fahrkomfort

Spaß sollen auch die elfenbeinfarbenen Tasten für Heizung und Luftverteilung verbreiten. Denn das triste Grau rund ums Cockpit strahlt wenig Wärme aus, auch die Materialanmutung hätte wertiger ausfallen können.

Die Instrumente sind hingegen gut ablesbar, die Ausstattung mit Bordcomputer, Regensensor, Lenkrad-Fernbedienung und vielerlei elektrischen Helfern für Türen und Spiegel umfangreich. ABS und vier Airbags gehören zum Sicherheitspaket. Kopfairbags kosten 200 Euro extra, ESP kommt erst im Herbst.

Für das erste Rendezvous wählten wir den 1,2-Liter Benziner mit 88 PS. Der Sechzehnventiler läuft leise, solange man hohe Drehzahlen meidet. Denn über 4000/min wird er aufdringlich laut. Auch die Elektro-Servolenkungist in der Mittellage etwas träge. Dafür entschädigen den Micra-Fahrer eine präzise Schaltung, die spielerisch einfache Handhabung und der hohe Fahrkomfort. Unterm Strich ist der Micra ein faires Angebot.

Fazit und Technische Daten

Fazit Mit seinem eigenständigen Design hebt sich der Micra von der Masse ab. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt, das Ausstattungspaket ist umfangreich.

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.