Nissan Micra

— 05.04.2002

Zum Knutschen - der neue Micra

Nissan zeigt Mut. Nach dem Primera überrascht auch der Micra mit frecher Form - erste Ausfahrt in Japan.



Gestartet wird per Knopfdruck

Sind sie nicht süß, diese großen, weit aufgerissenen Augen? Und dazu diese knuffige, kuschelige Karosserie, rund und glatt wie ein Osterei?

Sehr mutig, werden die Kritiker sagen, aber Nissan ist ja gerade dabei, sich neu zu erfinden. Und geht dabei ganz bewusst ein hohes Risiko ein. Chefingenieur Makoto Yasuda wusste, dass er etwas ganz Neues machen musste. "Mit dem Vorgänger hatten wir ja großen Erfolg. Wir brauchten jetzt wieder ein Auto mit starkem Charakter, das der harten Konkurrenz - Ford Fiesta, Honda Jazz, VW Polo und Toyota Yaris - standhalten kann." Herausgekommen ist ein Auto mit sieben Zentimeter mehr Radstand als bisher, 7,5 Zentimeter breiter und erstaunliche zehn Zentimeter höher. Das bedeutet mehr Platz überall, selbst im Fond sitze ich mit meinen 1,88 Metern komfortabel.

Die nächste Überraschung ist das intelligente Öffungssystem à la S-Klasse. Nähert man sich mit dem Gerät in der Tasche dem Micra bis auf 80 Zentimeter, entriegelt es die Zentralverriegelung. Zum Öffnen der Tür muss man dann nur noch einen Knopf drücken, auch gestartet wird ohne Schlüssel. Allerdings ist noch nicht entschieden, ob der Europa-Micra das System auch bekommt. Wir hoffen es.

Erstaunlich temperamentvoll

Bei den Motoren gibt es die Wahl zwischen einem 1,2- und einem 1,4-Liter-Vierzylinder. Wir fuhren den lebhaften, sehr drehfreudigen 1,4-Liter. Er leistet 98 PS bei 5600 Touren, das maximale Drehmoment beträgt 137 Nm bei 3200 Touren.

Zusammen mit der serienmäßigen, schnell reagierenden Viergangautomatik beschleunigt der kleine Nissan erstaunlich temperamentvoll. Allerdings lärmt der Motor bei hohen Drehzahlen kräftig. Der Micra fährt sich locker und handlich - das hatten wir erwartet. Die Lenkung spricht direkt an, neigt aber bei schnellen Richtungswechseln zum Verhärten. Bei den ersten Testfahrten machten auch die Bremsen einen ordentlichen Eindruck, mit gutem Ansprechverhalten und ohne Fading.

Für alle, denen der Micra zu kuschelig erscheint, hat der japanische Tuner Nismo bereits eine getunte Variante gebaut. Mit Alurädern, Rennreifen, härteren Dämpfern und mehr. Und von 2003 an wird es in Japan auch eine Rennserie mit dem Micra geben, Gerüchte sprechen sogar von einem Rallye-Micra. Einem mit Glupschaugen.

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