Nissan Murano 2.5 dCi: Fahrbericht

Nissan Murano 2.5 dCi: Fahrbericht

— 28.10.2010

Ein Schiff lernt sparen

Der Nissan Murano ist bei uns ein Exot. Der Grund: Es gab bislang keinen Diesel. Als 2.5 dCi lernt er jetzt seine Trinksitten zu kontrollieren. Erster Fahrbericht.

SUV-Fahren in Deutschland bedeutet fast immer auch Diesel-Fahren. Wer keinen Selbstznder in petto hat, kann keine groen Verkaufserfolge einfahren. Bestes Beispiel: Dier Nissan Murano. Seit 2003 gibt es das groe Nippon-SUV bereits bei uns, leider bisher ohne Dieselmotor. Wer Murano fahren wollte, musste zum 3,5-Liter-Benziner greifen, der 256 muntere Pferde bereithlt, aber auch durstig ist. Da flossen schon mal 14 Liter Sprit auf 100 Kilometern durch die Dsen. Jetzt kommt die Alternative. Als 2.5 dCi kann das Dickschiff auf 190 PS und 450 Newtonmeter Drehmoment zurckgreifen, die Kombination mit dem Sechsstufen-CVT-Getriebe, dass seine Schaltzeiten dank einer ASC-Funktion (Adaptive Shift Control) dem Fahrstil und dem Streckenprofil anpasst, machen den Murano zum sanften Gleiter.

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Zum Facelift im Frhjahr gab es neue Heckleuchten, der Murano wurde geglttet.

Ein Druck auf den Starterknopf und der Murano schttelt sich kurz, dann luft der Motor fast geruschlos, aber icht so vibrationsarm, wie das die Oberklasse-Konkurrenz aus Stuttgart oder Ingolstadt hinbekommt. Vielleicht liegt es daran, dass der Selbstznder schon seit Jahren in anderen Nissan-Modellen wie dem Pathfinder werkelt. Immerhin wurde er fr seinen Einsatz im Murano berarbeitet. Hherer Einspritzdruck (2000 bar), ein neuer Zylinderkopf und die elektronische Steuerung des Laders sollen ihn fit machen. Operation gelungen, denn sobald sich sich das Zweitonnen-Schiff mit der Gelassenheit eines Ozeanriesen in Bewegung setzt, herrscht eine herrliche Ruhe im Japaner, die bis Tempo 160 anhlt. Dann zischelt es immer noch dezent an der A-Sule. In der Theorie braucht der Murano 10,5 Sekunden bis 100 km/h und schafft 196, aber irgendwie vermittelt dieses Auto eine Form der Gelassenheit, die den Fahrer nicht reizt, das Limit zu suchen. Das Revier des Murano ist die Autobahn fr flotte Gleitfahrten, auf der Landstrae geht er in Kurven wegen der soften Abstimmung tief in die Knie, wobei der intelligente Allradantrieb und ESP ihn narrensicher auf der Strae halten. Und der Verbrauch geht endlich in Ordung. Knapp zehn Liter bei flotter Fahrt sind immer noch kein Ruhmesblatt, aber ertrglich. In der Theorie sollen 8,0 Liter Diesel verbrannt werden. Auf Spritspartechnik wie ein Start-Stopp-System muss der Kunde weiter verzichten.

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Innen geht es hell und freundlich zu, das Sechsstufen-CVT-Getriebe ist Serie.

Innen merkt der Betrachter dem Murano trotz des krzlich vollzogenen Facelifts das Alter etwas an. Bei den Oberflchen erreicht er nicht die Eleganz eines Audi Q7 oder BMW X5. Die Sitzflchen vorn sind selbst fr kleine Menschen zu kurz, das Gesthl lsst Seitenhalt vermissen. Platz gibt es reichlich, und auch technisch ist der Murano absolut auf dem Stand der Zeit. Panorama-Kameras am Heck und im Auenspiegel machen Parken zum Kinderspiel, das Navi wird von einer 40 Gigabyte-Festplatte gespeist, das Bose-Soundsystem (Serie im Executive) verwhnt die Ohren. Und auch die aufgefrischte Optik des Exterieurs steht dem Murano gut, auerdem sinkt der Cw-Wert von 0,37 auf 0,34. Sptestens beim Preis schlgt die Stunde des Japaners. 45.590 Euro sind mindestens fllig fr den Diesel-Murano, Leder, Navi, Xenonlicht, Tempomat, Keyless-Go und vieles mehr sind dann bereits an Bord. Als Executive mit wirklich allem drin und dran sind es 49.390 Euro. Fr ein 4,86 Meter-SUV in Luxusausstattung ein ordentlicher Preis.

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