Nissan Patrol 3.0 Di

Nissan Patrol 3.0 Di Nissan Patrol 3.0 Di

Nissan Patrol 3.0 Di

— 02.02.2005

Fast ein Klassiker

Umfassend überarbeitet geht der Nissan Patrol ins Modelljahr 2005. Eine neue Optik und zwei Zusatz-PS sollen mehr Kunden anlocken.

Karosserie und Antrieb

Der Patrol GR ist tot, es lebe der Patrol. Zum Modelljahr 2005 entfällt der seit 1988 gepflegte Namenszusatz GR (Grand Raid; große Reise). Der größte Geländewagen von Nissan in Europa heißt ab sofort schlicht Patrol. Die aktuelle Generation hat ihren Ursprung im Jahr 1997. Und nach nun acht Jahren war es höchste Zeit für eine umfassende Überarbeitung.

Karosserie und Qualität Zierlicher ist er nicht geworden. Aber genau diesen wuchtigen Auftritt schätzt die Patrol-Kundschaft ja auch an ihm. Wer den Platz des sehr geräumigen, aber auch überlangen und sperrigen Viertürers nicht braucht, kann auch den gut einen halben Meter kürzeren und damit wendigeren Zweitürer nehmen. Vom neu gepolsterten Fahrersitz aus gefällt der Blick über die riesige Motorhaube. Neu sind auch bequemere Armlehnen, das Lenkrad und vor allem die moderner gestaltete Armaturentafel mit Bildschirm.

Fahrfreude und Antrieb Es gibt nur einen Motor – und das ist seit 2000 der stets etwas traktorartig stampfende Vierzylinder-Turbodiesel mit Direkteinspritzung. Weil er ohne Common-Rail auskommen muß, wirkt er recht ungehobelt, zieht aber schon ab Leerlaufdrehzahl ordentlich an. Die elektronisch gesteuerte Einspritzpumpe wurde neu programmiert, das Drehmoment stieg von 354 auf 380 Nm, die Leistung von 158 auf 160 PS. Es bleibt beim starren Allrad, der sich guten Gewissens nur unter 50 km/h einsetzen läßt.

Fahrleistungen und Kosten

Fahrleistungen Fünf km/h mehr Höchsttempo bei nach wie vor ungesunden Überdrehzahlen, kaum veränderte Sprintwerte.

Fahrwerk und Sicherheit Nach wie vor lassen die ABS-Bremsen bei harter Beanspruchung drastisch nach. ESP gibt es nicht.

Geländetauglichkeit Ordentlich Bodenfreiheit, ein sehr robuster Unterbau und die 100%-Hinterachssperre – der Patrol gehört zu den besten Geländegängern.

Komfort Mit zwei Starrachsen federt der schwere Patrol hölzern. Komfortabel: die Sitze.

Preis und Kosten Mit nobler Elegance-Ausstattung steigt der Preis auf 42.600 Euro. Teuer: die Versicherung, unverändert hoch der Verbrauch.

Fazit und technische Daten

Wer einen richtig dicken Geländewagen klassischer Bauart will, kommt am Patrol nicht vorbei. Technische Finesse ist ihm ebenso fremd wie wattiger Komfort, kräftige Fahrleistungen oder modische Sicherheitsausstattung. Zum Fahren bietet er nur das Notwendige – putzt sich aber optisch etwas heraus. Seine technische Schlichtheit macht ihn attraktiv für High-Tech-Verdrossene.

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.