Nissan Patrol neuer Feldjäger

Nissan Patrol neuer Feldjäger

— 02.07.2009

Wehrdienst für Japaner

Mercedes G alias "Wolf" und VW T5 bekommen Konkurrenz. Die Bundeswehr plant, über 1.000 Nissan Patrol anzuschaffen, unter anderem für die Feldjäger. Das sorgt schon im Vorfeld für viel Wirbel und hitzige Diskussionen.

Die Bundeswehr will 1043 Geländewagen des japanischen Herstellers Nissan bestellen. Die Fahrzeuge des Modells Patrol 3.0 (160 PS) sollen unter anderem von den Feldjägern der Bundeswehr benutzt werden und sind mit einem variablen Allradantrieb ausgestattet. Die in der Grundausstattung 32.990 Euro teuren Autos haben die Bezeichnung "hümS", was "handelsüblich mit militärischer Sonderausstattung" bedeutet. Der Patrol ist also keine militärische Sonderanfertigung mehr wie der "Wolf" und deshalb deutlich günstiger. Zur Sonderausstattung zählt neben Funkgeräten, Gewehrhaltern, Blaulicht und Martinshorn ein elektronisch einstellbarer Stabilisator an der Hinterachse, der auf normalen Straßen für ein möglichst ruhiges Fahrverhalten sorgen soll. In schwerem Gelände lässt er sich abschalten und der Patrol passt sich, auch dank seiner 100-prozentigen Sperre, dem Untergrund flexibel an. Der Nissan Patrol wird international bei zahllosen Behörden eingesetzt und gilt als sehr robust.

Herkunft des Patrol spaltet die Gemüter

Und kaum wird das neue Einsatzfahrzeug der Feldjäger vorgestellt, da kocht die Diskussion auch schon über. Warum die Bundeswehr ein japanisches Fabrikat anschafft? Ob es nicht vergleichbare oder bessere deutsche Geländewagen gibt? In der momentanen Krise müssten schließlich deutsche Arbeitsplätze gesichert werden, so zum Beispiel MdB Jürgen Koppelin von der FDP. Der als Geländewagen mit dem Patrol vergleichbare Mercedes G wird in Österreich gebaut und ist deutlich teurer als der Nissan. Die große Masse der deutschen SUV eignet sich für den Einsatz bei der Bundeswehr nicht. Und auf dem Balkan und in Afghanistan haben die dort stationierten Bundeswehrsoldaten offenbar ziemlich gute Erfahrungen mit dem bei verschiedenen internationalen Organisationen eingesetzten Nissan Patrol gemacht. Außerdem freuen sich die Feldjäger, endlich mehr Geländewagen als bisher zur Verfügung zu haben.

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