Nissan Primera Plus

Nissan Primera Plus

— 14.10.2004

Schminke statt Skalpell

Ohne OP-Stre hat der neue Nissan Primera sein Facelift hinter sich gebracht. Neues gibt es nur unterm Blech und in der Preisliste.

Ausstattungsvarianten im berblick

Nschen straffen, Fett absaugen, Falten gltten was im Rahmen eines Facelifts aufgembelt wird, hngt vom Geldbeutel ab. Das ist im Automobilbau nicht anders als in der High Society. So wundert es nicht, da Nissan beim jngst erfolgten Facelift des Primera auf teure kosmetische Operationen verzichtet hat. Statt einer Totaloperation gab es nur Kosmetik fr Innenraum, Elektronik und Fahrwerk.

In neuem Licht erstrahlen beispielsweise Trverkleidungen, Armlehnen und diverse Ablagen. Sehen drften den Unterschied allerdings nicht einmal Primera-Fans dafr aber fhlen. Die verwendeten Materialien wirken wesentlich angenehmer als beim Vorgnger, der Plastik-Look ist fast vollstndig verschwunden. Das neue Multifunktionslenkrad ist schon in der Basisausstattung Visia mit dabei, die Rckfahrkamera liefert jetzt farbige Bilder, und das 2300 Euro teure (Serie bei Acenta plus und Tekna plus) Navigationssystem bercksichtigt bei der Routenberechnung nun auch TMC-Verkehrsmeldungen.

Auerdem knnen Besitzer eines Tekna-Primera (ab 24.080 Euro) knftig bestimmte Mobiltelefone (Nokia, Siemens, Sony Ericsson) ber das Bediensystem N-FORM steuern. Da die Nissan-Ingenieure auch am Fahrwerk gearbeitet haben (straffere Federrate, grere Stabilisatoren), drfte den meisten Primera-Kunden kaum auffallen. Der Primera ist fr sportliche Ansprche nach wie vor zu weich abgestimmt, kommt dafr aber mit Fahrbahnwellen und Schlaglchern bestens zurecht.

Motorisierungen und Preise

Stillstand herrscht unter der Motorhaube. Es bleibt bei zwei Benzin- (116 und 140 PS) und zwei Dieselmotoren (120 und 139 PS), wobei letztere nach wie vor ohne Partikelfilter auskommen mssen. Da nach dem Facelift optische Anreize fehlen, haben die Japaner wenigstens die Preisliste angehbscht.

Zur Feier der Verjngungskur greift die Plus-Initiative jetzt auch beim Primera. Das 116 PS starke Basismodell (Visia Plus 1.8) kostet so beispielsweise statt 20.990 nur 17.990 Euro. Die 3000 Euro Preisvorteil lassen sich allerdings noch steigern. Ab der mittleren Ausstattungslinie Acenta haben alle Plus-Modelle ein DVD-Navigationssystem (2300 Euro) mit an Bord. Insgesamt knnen Acenta-Kufer ihr Budget so um 4300 Euro entlasten. Solche Facelifts lieben wir.

Fazit Viel verndert haben die Nissan-Ingenieure nicht. Interessant am Nissan-Facelift ist nur die als Plus-Initiative getarnte Preissenkung. Mchtig viel Auto frs Geld bekommt, wer 22.100 Euro fr einen Primera Acenta Plus mit 1,9-Liter-Diesel ausgibt.

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