Nissan Qazana in Genf

Nissan Qazana Studie Nissan Qazana Studie

Nissan Qazana in Genf 2009

— 04.03.2009

Maskulin für die Stadt

Nissan schickt die Studie Qazana als klaren Hinweis zum 79. Genfer Salon, wie der Stadtwagen der Zukunft aussehen könnte. Im Fall des Qazana sagen wir: Bitte genau so bauen.

Im Vorfeld des Genfer Salons 2009 verbreitete Nissan ein Bild einer Crossover-Studie, auf der fast nichts zu sehen war. Qazana heißt das gute Stück, kompakter Crossover, mehr war nicht zu erfahren. Doch das Warten hat sich gelohnt, was uns die Japaner jetzt am Lac Léman präsentieren, ist ein Highlight der Messe. Nissan versteht die Studie als Antwort auf gepflegte automobile Langeweile und stellt einen Mix aus Buggy und viersitzigem Motorrad auf fette, titanfarbene 20-Zöller. Dass der Qazana keine reine Spielwiese des europäischen Designteams ist, zeigt der Hinweis, dass unterhalb des Qashqai schon bald ein kompakter Crossover im britische Sunderland entstehen soll.

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Und kompakt (Länge 4,06 Meter, Breite 1,78 Meter, Höhe 1,57 Meter, Radstand 2,53 Meter) ist der Qazana wirklich, aber durch seine Formgebung irgendwo zwischen SUV und Sportwagen wirkt er weitaus bulliger als ein typischer Vertreter der Polo-Klasse. Er steht satt auf der Straße und beeindruckt mit kurzen Überhängen, der flachen Dachlinie und einer eigenständigen Grafik für die Fenster, die an einen Motorradhelm erinnern soll. Dass die Rundumsicht dabei wegen der kleinen Glasflächen und der dicken C-Säule völlig flöten geht, war den Designern egal. Laut Nissan soll die Studie maskulin und gleichzeitig freundlich wirken. Das gelingt durch Kurven wie die der Monroe und ein ausgeprägtes Grinsegesicht. Dazu übernimmt der Qazana Elemente anderer Nissan-Fahrzeuge, so erinnern die bumerangförmigen Rückleuchten an den 370Z, der ebenfalls in Genf steht.

Türen öffnen elektrisch

Innen gehen die Designfestspiele weiter. Die Türen öffnen gegenläufig auf Knopfdruck.

Gegenläufig öffnende Türen stehen bei den Studien derzeit hoch im Kurs, auch der Qazana setzt auf dieses Prinzip. Die B-Säule fehlt, das macht den Einstieg kinderleicht, zudem öffnen die Türen bei der Studie elektrisch auf Knopfdruck – aus Sicherheitsgründen schwingen die hinteren jedoch erst auf, nachdem zuvor die vorderen entriegelt wurden. Damit den Passagieren trotz der kleinen Fensterflächen ein Licht aufgeht, sind Glaseinsätze ins Dach integriert. Ein dunkelgrauer Unterfahrschutz vorn wird ergänzt von Gummieinsätzen in den mächtigen Radkästen, um die langen Federwege zu kaschieren. Auch das Heck hat einen Unterfahrschutz in Form eines Diffusors. Die Front setzt auf einen Mix aus runden Hauptscheinwerfern und dem in den Kotflügeln sitzenden Tagfahrlicht in Streifenform. Der Grill aus Acryl ist luftundurchlässig, beatmet wird der Motor des Allradlers durch Öffnungen im Stoßfänger. Acryl kommt auch an den Rückspiegeln zum Einsatz.

Elemente für die Serie geplant

Auch innen durften sich die Designer richtig austoben. Hier wechseln harte mit weichen Materialien in Rot und Weiß, unter anderem sind Elemente der aus Kohlefaser gefertigten Sitzstruktur sichtbar. Die Mittelbahnen der Sitzlehnen bestehen aus einem netzartigen Stoff, der für eine bessere Frischluftzirkulation sorgen soll. Das Gestühl ist auf einen zentral montierten Fuß montiert, so dass es scheinbar schwebt. Auch in der Mittelkonsole scheint Metall durch die Lederhülle, der innere Türrahmen liegt teilweise frei. Netter Effekt: Der Türgriff wirkt wie aus einem Teil gefräst. Der Instrumententräger wird von einem zentral montierten Bildschirm überragt. Er dient als Display für das Navigationssystem und gibt dem Fahrer zusätzlich Informationen zum Betriebsmodus des Allradantriebs. Über Touchscreen-Tasten erfolgt die Regelung der Klimafunktionen und anderer wichtiger Fahrzeugeinstellungen. Viele der Lösungen im Qazana sind viel zu radikal – und damit zu teuer – um es in die Serie zu schaffen. Aber Nissan verspricht, dass wichtige Elemente im Serienfahrzeug auftauchen werden. Wir freuen uns drauf.

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